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Bachelor Digital Design

Digital Design beschreibt die Gestaltung digitaler Produkte, bei der Nutzerbedürfnisse, technologische Möglichkeiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gleichermassen berücksichtigt werden.

Im Bachelorstudiengang Digital Design erwerben Sie die Kompetenzen, um attraktive und benutzerfreundliche Produkte zu gestalten. Unsere ganzheitliche Perspektive reicht von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung. Sie lernen, wie Sie die Bedürfnisse von Menschen analysieren und daraus Lösungen entwickeln. Die Lösungen sollen nicht nur benutzerfreundlich, sondern auch wirtschaftlich und technologisch zukunftsfähig sind. Dabei arbeiten Sie mit aktuellen AI-Tools und lernen, wie Sie diese bei der Gestaltung von digitalen Produkten einsetzen können.

Das Studium in Kürze

Abschluss 
Bachelor of Science in Digital Design

Studienbeginn 
Im September in Kalenderwoche 38 (Semesterdaten)

Studiendauer 
8 Semester Teilzeit

Präsenztage
2,5 Präsenztage pro Woche (Detaillierte Informationen)

Gebühren 
CHF 1’000 pro Semester (mehr Infos)

Studienort 
Campus Rapperswil-Jona

Anmeldefrist
Studienbeginn September 2026: Wir empfehlen eine Anmeldung bis zum 30. April 2026.
Jetzt anmelden

Was ist Digital Design?

Digital Design entwickelt und optimiert digitale Produkten und Dienstleistungen. Dabei stehen immer die Bedürfnisse der Benutzerinnen und Benutzer im Mittelpunkt. Für eine erfolgreiches Produkt müssen aber auch technische Rahmenbedingungen (z.B. die Komplexität unterschiedlicher Designvarianten) und wirtschaftliche Erfordernisse (z.B. das zugrundeliegende Geschäftsmodell) berücksichtigt werden. Das Ziel: Lösungen zu entwickeln, die einfach zu nutzen, effizient und wirtschaftlich erfolgreich sind.

Warum Digital Design studieren?

  • Nachfrage am Arbeitsmarkt: Durch die fortschreitende Digitalisierung suchen Unternehmen Fachkräfte, die interdisziplinär denken, Gestaltung und Technologie verbinden und das Potenzial von AI‑basierten Anwendungen einschätzen können.
  • Menschenzentrierte Gestaltung: Digital Design stellt den Nutzer in den Mittelpunkt. Die entwickelten Produkte lösen echte Probleme und sind nicht nur funktional, sondern auch intuitiv und attraktiv. Nutzerzentriertes Denken bleibt unabhängig von technischen Entwicklungen zentral.
  • Übertragbare Kompetenzen: Digital Design fördert kreatives und analytisches Denken, ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten sowie ein strukturiertes, methodisches Vorgehen. Diese Fähigkeiten sind in vielen Branchen gefragt und eröffnen Ihnen verschiedene Karrieremöglichkeiten.
  • Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung: Digital Designer gestalten ökologisch und sozial verantwortungsvolle Produkte, die einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten. Durch das Aufkommen von AI wird diese Verantwortung noch bedeutender.

Fragen zum Studium?

Prof. Dr. Frieder Loch
Studiengangsleiter Digital Design

frieder.loch@ost.ch

Beratungsgespräch vereinbaren


Inhalte des Studiums

Im Studiengang Digital Design beschäftigen Sie sich mit User-Centered Design, Webengineering, Ideation & Workshops und Ethik & Nachhaltigkeit. Ihr Wissen vertiefen Sie in spannenden und gesellschaftlich relevanten Anwendungsprojekten.

  • User-Centered Design. Um attraktive und intuitive Produkte zu entwickeln, müssen wir uns in unsere Nutzerinnen und Nutzer hineinversetzen und ihre Fähigkeiten und Wünsche verstehen. Sie lernen Methoden zur Analyse, Gestaltung und zur Verbesserung von User Interfaces kennen und wenden diese in praxisnahen Projekten an.
  • Webengineering. Sie lernen, Ihre Entwürfe mit modernen Programmiersprachen (z.B. Python) und aktuellen Webtechnologien (z.B. Angular) umzusetzen. Sie wenden Ihre Kenntnisse in Projekten an und lernen agile Entwicklungsprozesse kennen.
  • Ideation & Workshops. Bei der Produktentwicklung arbeiten viele Rollen zusammen (z.B. Produktmanagement, Marketing). Sie lernen diesen Prozess zu unterstützen, z.B. durch die Planung und Moderation von Workshops.
  • Ethik & Nachhaltigkeit. In unserer digitalen Welt ist es wichtiger denn je, nachhaltig zu handeln. Sie lernen, ethische Fragestellungen zu erkennen und zu bewerten, um inklusive Produkte zu entwickeln, die einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt haben.
  • Anwendungsprojekte. In fünf Projekten entwickeln Sie in Teams innovative Lösungen in verschiedenen Anwendungsbereichen. Die Themen der Projekte orientieren sich an aktuellen Forschungsthemen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Projekte werden von ausgewählten Fachpersonen aus Industrie und Forschung betreut.

Vertiefungen

Sie können sich in den Bereichen AI Augmentation oder Visualisation spezialisieren.

  • In der Vertiefung AI Augmentation lernen Sie, wie Sie künstliche Intelligenz (AI) einsetzen, um den Entwicklungsprozess zu unterstützen.
  • In der Vertiefung Visualisation konzentrieren Sie sich auf die visuelle Gestaltung digitaler Produkte.

Die Vertiefungen starten im 6. Semester. Sie entscheiden im Verlaufe des Studiums, ob Sie eine Vertiefung wählen möchten. Die Wahl einer Vertiefung ist freiwillig. Sie können auch ohne ausgewiesene Vertiefung studieren und Module aus beiden Bereichen kombinieren.

Digital Design Atelierraum

Im Studiengang Digital Design erwartet Sie eine innovative Lernumgebung. Unser Atelierraum ist darauf ausgerichtet, kollaboratives Lernen und Projektarbeit zu fördern und ein kreatives und inspirierendes Lernumfeld zu schaffen.

Informationen zum Atelierraum


Organisatorisches zum Studium

Studienmodell: Teilzeit in 8 Semestern

  • Digital Design ist ein Teilzeitstudium und dauert 8 Semester. Dabei erwerben Sie 180 ECTS-Credits.
  • Der Präsenzunterricht in Rapperswil findet in den ersten drei Studienjahren an bis zu 3 aufeinanderfolgenden Tagen statt. Dabei bleiben immer 2 (in der Regel 2,5) Tage frei.
  • Im dritten und vierten Studienjahr kann der Stundenplan je nach gewählten Wahlpflichtmodulen variieren.
  • Das Selbststudium können Sie sich flexibel einteilen.

Zum Studium Digital Design können Sie mit verschiedenen Berufslehren (mit Berufsmatura) zugelassen werden. Hierzu gehöhren insbesondere gestalterische, kaufmännische und technische Berufslehren. Die genauen Informationen finden Sie auf der Seite Zulassung.

Sie haben eine andere Lehre (mit Berufs- oder Fachmaturität) absolviert oder verfügen über eine gymnasiale Maturität oder über einen HF-Abschluss und möchten Digital Design studieren? Kontaktieren Sie bitte die Studiengangsassistenz um die Zulassung zu besprechen.

Die Präsenzveranstaltungen finden an unserem schönen Campus in Rapperswil-Jona, direkt am Zürichsee, statt. Sie lernen in unserem Atelierraum, unserer innovativen und modernen Lernumgebung.

Häufige Fragen (FAQs)

Nein, es gibt keine Aufnahmeprüfung. Wenn Sie die Zulassungsbedingungen erfüllen und Studienplätze frei sind, werden Sie zugelassen.

Nein, Digital Design ist kein künstlerisches Studium. Wissen über die technische Umsetzung digitaler Produkte spielt eine zentrale Rolle. Wer versteht, wie digitale Lösungen entwickelt werden, kann Ideen realistisch einschätzen und Konzepte so gestalten, dass sie praktisch umsetzbar sind. Diese Kompetenz ist auch im Zeitalter von AI von Bedeutung. Ein kompetenter Umgang mit AI-Tools setzt ein Verständnis der technischen Grundlagen vorraus. Auch wenn Sie eher im gestalterischen Bereich tätig sein möchten, profitieren Sie von diesem Wissen, etwa bei der Kommunikation mit der Softwareentwicklung oder der Planung von Projekten.

Digital Design ist deshalb kein künstlerisches Studium. Die enge Verbindung aus Design und Technologie unterscheidet uns besonders von den Studienangeboten der Kunsthochschulen, wie zum Beispiel Interaction Design oder Visuelle Kommunikation. Am Ende des Studiums erwerben Sie deshalb einen Bachelor of Science. Detaillierte Informationen zum Aufbau des Studiums finden Sie in den Studieninhalten.

Sie können uns gerne besuchen, um sich einen persönlichen Eindruck vom Studiengang und den Vorlesungen zu verschaffen. Nehmen sie dazu bitte Kontakt mit der Studiengangsassistenz auf.

Programmieren ist ein wichtiger Bestandteil des Studiengangs Digital Design. Sie arbeiten dabei vor allem mit den Programmiersprachen Python, JavaScript und TypeScript.

Wir setzen zum Zeitpunkt der Anmeldung keine Programmierkenntnisse voraus. Wenn Sie noch keine Erfahrung im Programmieren haben, empfehlen wir dringend sich eigenverantwortlich auf das Studium vorzubereiten. Hier für können Sie den Vorkurs Fit für Digital Design besuchen. Wir stellen Ihnen auch Materialien zum eigenverantworltichen Selbststudium vor dem Studienstart zur Verfügung.

Das hängt von Ihren Vorkenntnissen ab. Wenn Sie noch wenig Programmiererfahrung haben, ist es sehr empfehlenswert, sich mit der Programmiersprache Python vertraut zu machen. Dazu erhalten Sie von uns rechtzeitig vor Studienbeginn Unterlagen. Zusätzlich gibt es den 3-tägigen Vorkurs Fit für Digital Design.

Ein Informatikstudium konzentriert sich auf Softwareentwicklung, die Konzeption von Softwarearchitekturen oder das Training von AI-Modellen. Es vermittelt vertiefte Kenntnisse in Algorithmen, Datenstrukturen, Software-Engineering und Systemarchitekturen.

Während im Imformatikstudium technische Fragestellungen im Vordergrund stehen, arbeiten Sie im Digital Design an der Schnittstelle von User Experience, visueller Gestaltung und technischer Umsetzung.

Ganz ohne Mathematik geht es nicht. Im Studiengang arbeiten wir vor allem mit Statistik. Diese Kentnisse benötigen wir zum Beispiel wenn wir Fragebögen auswerten oder Designideen testen und vergleichen.

Alle wichtigen Grundlagen lernen Sie Schritt für Schritt im Studium. Wir legen den Fokus auf praktische Anwendungen. Damit sehen Sie direkt, wie Statistik Ihre Designentscheidungen unterstützt.


Ihr Kontakt zum Studiengang

Prof. Dr. Frieder Loch

I3 Institut für Interaktive Informatik Professor für User-Centered Design
Studiengangsleiter Digital Design

+41 58 257 46 43 frieder.loch@ost.ch


Der Studiengang Digital Design ist Hochschulpartner von ICT-Berufsbildung Schweiz, dem Verband für die Berufsbildung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Gemeinsam setzen wir uns für die Ausbildung kompetenter ICT-Fachkräfte ein.