Seminar «Kompass Aufsuchen»
Das Seminar «Kompass Aufsuchen» ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den zentralen Anforderungen und Themen der Aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum.
Abschluss
Weiterbildungsnachweis der OST
Dauer und Daten
3 Tage
12./20. und 26. Januar 2027
Zusätzlich finden zwei Coachingtermine statt.
Kosten
CHF 950 inkl. Unterlagen, Weiterbildungsnachweis (Preisänderung vorbehalten)
Seminarbeschreibung
Im Seminar «Kompass Aufsuchen» vertiefen Sie ausgehend von einer konkreten Fragestellung aus Ihrer alltäglichen Praxis drei Themen entlang aktueller theoretischer Zugänge:
- Handlungsanlässe: Sie lernen das Handlungsanlassmodell kennen und lernen bis zum Schluss des Seminars, welche Einflussfaktoren bei Ihrer Fragestellung zusammenwirken, und können dadurch Ansatzpunkte für Lösungen erkennen.
- Akteurinnen und Akteure in der Aufsuchenden Arbeit: Sie lernen die Akteurslandkarte kennen und wenden diese gezielt auf Ihre Fragestellung und Ihre Arbeitsstelle an. Dadurch erhalten Sie eine Methode in die Hand, welche Sie im Alltag und bei herausfordernden Situationen nutzen können.
- SozialRaumArbeit: Sie erhalten einen vertieften Einblick in das Verständnis von SozialRaumArbeit und lernen, wie Sie Ihr tägliches Handeln gegenüber anderen Stakeholdern dadurch legitimieren können. Auch können Sie spezifische Fragen im Umgang mit der Aufsuchenden Tätigkeit im Rahmen des Seminars diskutieren und in Bezug auf fachliche Konzepte wie der Sozialraumorientierung oder spezifische Methoden reflektieren.
Dabei steht keiner der Schwerpunkte für sich allein, sondern immer in Abhängigkeit zu den anderen Themen. In begleiteten Coachinggruppen diskutieren und reflektieren Sie Gelingensfaktoren sowie Stolpersteine in der Aufsuchenden Arbeit. Dies unter Einbezug Ihrer Vorkenntnisse, Ihrer Erfahrungen und Fragestellungen. Durch das erweiterte Wissen und die Fähigkeit, an aktuellen Fachdiskursen teilzunehmen, verbessern Sie Ihre berufliche Praxis und tragen damit zur Professionalisierung der Aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum bei.

Zielgruppe
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachpraktikerinnen und Fachpraktiker mit Erfahrungen im Handlungsfeld der aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum. Ebenfalls angesprochen sind Personen mit Leitungs-, Führungs- und Organisationsverantwortung, die Berufserfahrung in Bezug zu den Handlungsfeldern «Aufsuchende Arbeitsformen im öffentlichen Raum» vorweisen können.
Zulassung
Zugelassen sind Personen
- mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Berufs-/Höhere Fachprüfungen);
- mit qualifizierter Berufserfahrung;
- mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).
Bewerberinnen und Bewerber, die über andere, vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden. Über die Zulassung entscheidet die Leitung der Weiterbildung in Absprache mit der Seminarleitung.
Abschlusskompetenzen
Nach Abschluss dieses Seminars können Sie
- einen aktuellen Anlass Ihrer Arbeitsstelle beschreiben und das daraus resultierende professionelle Handeln begründen;
- für Ihre Arbeitsstelle analysieren, aus welchen Anlässen die aufsuchende Arbeit entstanden ist;
- eine Situation (z.B. Gesprächsverlauf) aus Ihrem Arbeitskontext reflektieren und methodengeleitet Verbesserungspotenziale herausarbeiten;
- unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, die für Ihre Arbeit relevant sind, benennen und diese fachlich verorten;
- die Akteurslandschaft der aufsuchenden Arbeit im öffentlichen Raum als Gefüge überblicken und Konsequenzen der Beziehungen für Ihre eigene Arbeit ableiten;
- das St.Galler Modell zur Gestaltung des Sozialraums exemplarisch für unterschiedliche Handlungsanlässe anwenden;
- verschiedene Raumverständnisse analysieren und auf ihr Potenzial hinsichtlich aufsuchender Arbeitsformen bewerten und evaluieren;
- Ihre Raumvorstellungen im Kontext Ihres Arbeitsfeldes reflektieren und dadurch Ihr Raumverständnis gegenüber weiteren Akteurinnen und Akteuren fachlich begründen;
- eine Methode anhand ihrer «Gütekriterien» für die aufsuchende Arbeit bewerten und deren Vor- und Nachteile für Ihren jeweiligen Arbeitskontext benennen.
Kursleitung
Andrea Thoma, MSc FHO in Sozialer Arbeit
Fachteam Praxis Soziale Arbeit Dozentin, Fachverantwortliche Praxisprojekte
+41 58 257 12 75 andrea.thoma@ost.ch
in Koordination mit:
- Johanna Brandstetter, Dozentin IFSAR Institut für Soziale Arbeit und Räume
- Stephan Schlenker, Professor und Dozent, Departement Soziale Arbeit
- Andrea Thoma, Wiss. MA, Departement Soziale Arbeit
- Daniela Epple, Wiss. MA, Departement Soziale Arbeit
