Garantierte
Durchführung
CAS Digitalisierung im Gesundheitswesen
Die digitale Transformation stellt das Schweizer Gesundheitswesen vor strategische, regulatorische und organisatorische Herausforderungen. Wer Digitalisierungsvorhaben verantworten oder begleiten will, muss die Rahmenbedingungen verstehen, strategisch denken und die Umsetzung in komplexen Organisationen sicherstellen können. Der CAS Digitalisierung im Gesundheitswesen vermittelt praxisnahes Wissen zu den systemischen, rechtlichen und strategischen Grundlagen der Digitalisierung im Gesundheitswesen und befähigt Sie, Transformationsprojekte in Ihrer Organisation aktiv mitzugestalten.
Abschluss
Certificate of Advanced Studies CAS in Digitalisierung im Gesundheitswesen (15 ECTS-Punkte)
Dauer
17 Tage, während 6 Monaten, berufsbegleitend
Die Anzahl der Tage kann je nach Durchführung variieren. Es gilt der aktuelle Terminplan.
Kosten
CHF 8200.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)
Studienbeschreibung
Im Zertifikatskurs (CAS) Digitalisierung im Gesundheitswesen wird das Gesundheitssystem ganzheitlich betrachtet. Sie erwerben Wissen und Handlungskompetenzen für die digitale Transformation des Gesundheitswesens. Dabei entwickeln Sie ein fundiertes Verständnis dafür, wie Einrichtungen des Gesundheitswesens digitalisiert werden und wie sich digitale Anwendungen zielgerichtet in bestehende Strukturen und Prozesse integrieren lassen. Sie lernen, wie digitale Komponenten und Systeme zusammenwirken und wie die sektorenübergreifende digitale Vernetzung zwischen unterschiedlichen Gesundheitsinstitutionen funktioniert.
Darüber hinaus setzen Sie sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Digitalisierung auseinander, insbesondere mit Fragen des Datenschutzes, des Medizinprodukterechts und weiterer relevanter regulatorischer Anforderungen. Sie gewinnen Einblicke in die Förderstrategien des Bundes zur Digitalisierung des Gesundheitswesens in der Schweiz und verstehen die systemischen Rahmenbedingungen, welche die digitale Entwicklung prägen.
Auf dieser Grundlage sind Sie in der Lage, Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben in Ihrer Organisation fundiert zu planen, strategisch zu verankern und erfolgreich umzusetzen.
Studieninhalte
Dieser CAS bildet die digitale Transformation auf drei aufeinander aufbauenden Ebenen ab. Vom systemischen Blick auf das Schweizer Gesundheitswesen, über die strategische Planung in der eigenen Organisation, bis hin zur konkreten Umsetzung in Projekten und Prozessen entwickeln Sie ein durchgängiges Verständnis und übertragen die Inhalte in einer begleitenden Transferarbeit direkt auf eine Fragestellung aus Ihrer Praxis.
Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen – Macro
Auf der Macro-Ebene gewinnen Sie einen fundierten Überblick über die Digitalisierungs-Trends sowie über die Stellung der Schweiz im internationalen Vergleich. Sie setzen sich mit den Rahmenbedingungen der Digitalisierung auseinander. Unter anderem mit den Rahmenbedingungen, die der Bund schafft, den Innovationsstrukturen in der Schweiz sowie den rechtlichen Grundlagen rund um Medizinproduktzertifizierung, Datenschutz, Pflege- und Sozialrecht sowie Barrierefreiheit. Sie nehmen dabei die Perspektive des gesamten Gesundheitssystems ein und verstehen, in welchem Umfeld sich Ihre Organisation bewegt.
Digitalisierung strategisch planen – Meso
Auf der Meso-Ebene rückt die eigene Organisation ins Zentrum. Sie entwickeln digitale Strategien im Gesundheitswesen, lernen den Aufbau und die Logik digitaler Ökosysteme und Plattformen für die intersektorale Versorgung kennen und gestalten prozessorientierte Organisationen insbesondere im Zuweisungs-, Entlassungs- und Überleitungsmanagement. Sie betrachten die Digitalisierung aus der Perspektive Ihrer eigenen Organisation und richten deren Strukturen und Prozesse strategisch darauf aus.
Digitalisierung umsetzen – Micro
Auf der Micro-Ebene geht es um die wirksame Umsetzung in Projekten, Teams und im Alltag. Sie befassen sich damit, wie die digitale Transformation angeleitet werden soll und lernen, Digitalisierungsvorhaben zu initiieren, zu führen und Veränderungsprozesse zu begleiten. Im Fokus stehen nutzerzentriertes Design, partizipative Methoden und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsfachpersonen, IT und Management. Sie nehmen die Perspektive der konkreten Projekte, Teams und des Arbeitsalltags ein und setzen die Transformation dort um, wo sie wirksam wird.
Transferarbeit
In der Transferarbeit verbinden Sie die drei Ebenen und übertragen die erlernten Inhalte auf eine konkrete Fragestellung aus Ihrer eigenen Organisation. So entsteht aus der Weiterbildung ein unmittelbarer Mehrwert für Ihre Praxis, der weit über die Kursdauer hinaus wirkt.
Dieser Kurs kann als in sich geschlossene Weiterbildung oder als Teil unseres MAS Digital Healthcare Management besucht werden.
Zielgruppe und Zulassung
Zielgruppe
Dieser CAS richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte, die sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von IT und Gesundheitswesen befassen. Dazu gehören Personen aus
- Gesundheitsorganisationen wie Spitälern, Kliniken, Heimen, Spitex-Organisationen, Praxen und Versorgungsnetzwerken;
- Krankenversicherungen, die digitale Geschäftsmodelle, datenbasierte Services und neue Formen der Zusammenarbeit mit Leistungserbringern entwickeln;
- Beratungs- und IT-Unternehmen, die ihr Know-how für die Beratungstätigkeit im Umfeld von Digital Health auf- oder ausbauen wollen.
Ebenso angesprochen sind Personen, die mit der Entwicklung, Implementation oder Evaluation digitaler Gesundheitsanwendungen betraut sind oder sich dafür qualifizieren wollen. Darunter Medizinerinnen und Mediziner, Pflegende, Gesundheits-, Natur- und Informatikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Quereinsteigende mit oder ohne akademischen Abschluss.
Zulassung
Zugelassen sind Personen
- mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung in den Bereichen Wirtschaftsinformatik bzw. -ingenieurwesen, Informatik, Medizin, Psychologie, Pflege, therapeutische Berufe, Soziale Arbeit oder Betriebswirtschaft;
- mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Höhere Fachprüfung);
- mit qualifizierter Berufserfahrung;
- mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).
Spezifische Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Bewerberinnen und Bewerber, die über vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden.
Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
Für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss ist das Seminar Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Sinne einer Nachqualifikation obligatorisch.
Dozierende

Professorin für Organisation und Leadership

Professor für Wirtschaftsinformatik und Co-Leiter LowCodeLab@OST

Director, Digital Transformation bei KPMG Switzerland

Professor für Medizininformatik

Professor für Wirtschaftsinformatik / Digital Health

Dozent Wirtschaftsinformatik / Digital Health

CEO und Gründer von walkerproject

Dr. Susanne Elisabeth Zajitschek
Dozentin für Systematisches Management
Abschlusskompetenzen
Nach Abschluss dieses Kurses
- verstehen Sie Strategien und die Organisation des Gesundheitswesens und richten die Prozesse im eigenen Unternehmen entsprechend aus;
- verstehen Sie die Grundprinzipien des Lean Healthcare Managements und wenden diese im beruflichen Alltag an;
- können Sie prozessorientierte Organisationsgestaltungen entwickeln, insbesondere in der intersektoralen Versorgung sowie im Entlassungs- und Überleitungsmanagement;
- können Sie die wesentlichen rechtlichen Rahmenbedingungen (Medizin-, Datenschutz-, Pflege- und Sozialrecht, Medical Device Regulation, Barrierefreiheit) als Grundlage Ihres Handelns einordnen;
- kennen Sie die Innovationsstrukturen in der Schweiz und wissen, wie diese gefördert werden;
- sind Sie in der Lage, Verantwortung als Projektleiterin bzw. Projektleiter oder Führungsperson in Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben zu übernehmen.
Kursleitung
Prof. Dr. Winfried Schlee
IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement Professor für Wirtschaftsinformatik / Digital Health
Dr. Dario Stähelin
IPM Institut für Informations- und Prozessmanagement Dozent Wirtschaftsinformatik / Digital Health
+41 58 257 31 06 dario.staehelin@ost.ch



