Mit KI den passenden Wein finden
KI unterstützt bei der Weinwahl
Welcher Wein passt zu Fisch? Und welcher eignet sich für ein festliches Abendessen? Der digitale Weinberater «SommelAIer» beantwortet solche Fragen anhand weniger Angaben zu Geschmack, Anlass und Speisen. Statt eine grosse Auswahl zu präsentieren, schlägt das System jeweils drei bis fünf passende Weine vor und berücksichtigt dabei auch unterschiedliche Jahrgänge. Die Empfehlungen basieren auf einer Produktdatenbank mit verfügbaren Weinen und deren Beschreibungen.
Datenqualität entscheidet über den Erfolg
Für Martin Knobel stand bei der Entwicklung des Chatbots nicht nur die Technologie im Mittelpunkt, sondern vor allem die Datenbasis. «Der Fokus lag bei uns von Anfang an auf der Datenbasis. Denn die Qualität der Beratung hängt immer direkt von der Qualität der Stammdaten ab», sagt der CAS-Absolvent. Damit der Chatbot verlässliche Empfehlungen liefern kann, müssen Produktdaten vollständig, aktuell und sauber strukturiert sein.
Der «SommelAIer» steht exemplarisch für viele KI-Anwendungen: Erfolgreiche Projekte benötigen nicht nur leistungsfähige Modelle, sondern vor allem qualitativ hochwertige Daten.
«Der Fokus lag bei uns von Anfang an auf der Datenbasis. Denn die Qualität der Beratung hängt immer direkt von der Qualität der Stammdaten ab»
Martin Knobel, Absolvent CAS Artificial Intelligence

«SommelAIer» ergänzt die persönliche Beratung
Der digitale Sommelier ermöglicht eine Beratung rund um die Uhr. Dadurch kann der nebenberuflich betriebene Weinshop seine Kundschaft jederzeit beraten, ohne zusätzliches Personal einsetzen zu müssen. «Durch den SommelAIer konnten wir unsere Verfügbarkeit für die Kundschaft steigern, ohne selbst mehr Stunden zu investieren», erklärt Knobel.
KI hat auch Grenzen
Gleichzeitig zeigt das Projekt auch die Grenzen heutiger KI-Anwendungen auf. Während persönliche Weinberatungen Vertrauen und individuelle Beziehungen schaffen, beginnt die Interaktion mit einem Chatbot jedes Mal von Neuem. Fällt eine Empfehlung nicht überzeugend aus, schwindet das Vertrauen schnell. Ob sich solche Systeme künftig durchsetzen, bleibt offen. «Klar ist nur, dass sie bereits heute verändern, wie Beratung gedacht wird», sagt Martin Knobel abschliessend.
