Im Dezember 2025 hat die Fachzeitschrift Science den wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres erkoren. Diesmal fiel die Wahl auf das unaufhaltbare Wachstum der erneuerbaren Energien. Der Grund ist einfach: Im Unterschied zu den nicht erneuerbaren Energiequellen brauchen Windturbinen und PV-Anlagen keinen Treibstoff, der um die halbe Welt transportiert werden muss. Dies macht die Energie günstig und unabhängig von globalen Krisen.
Grüne Energie spart Geld
Der jüngste Krieg im Persischen Golf zeigt, wie gefährlich die Abhängigkeit von Energieimporten aus fernen Ländern sein kann. Die Preise für Benzin, Diesel, Gas und Heizöl sind massiv angestiegen, was für die Schweiz laut Tages Anzeiger zu Mehrkosten von 4 bis 5 Mrd. Franken führen könnte (Iran-Krieg: Schweiz zahlt 5 Milliarden Franken mehr für Öl).
Wer bereits eine Solaranlage auf dem Dach hat und Elektroauto fährt, ist von diesen starken Schwankungen weniger betroffen und bewegt sich nachhaltig und günstig von A nach B. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die bereits eine Wärmepumpe installiert haben, tragen nicht zur zur Dekarbonisierung bei, sondern sparen zusätzlich Geld.
Neue Arbeitsplätze
Die Energiewende wird zudem weiterhin viele Arbeitsplätze schaffen - für den Bau und die Installation von Wind- und Solaranlagen, für den Umbau des Stromnetzes und für die Entwicklung und den Aufbau von Speichermöglichkeiten.
Im politischen Diskurs ist die Atomkraft wieder aktuell. Dagegen spricht, dass es Jahrzehnte dauert, bis in der Schweiz ein neues AKW ans Netz gehen kann. Sein Betrieb wird davon abhängig sein, dass auf dem Weltmarkt genug Brennstäbe vorhanden sind. Der Strombedarf der Gesellschaft steigt jedoch mit der fortschreitenden Elektrifizierung, der Digitalisierung und immer mehr Rechenzentren für KI jetzt.
Karriere mit Zukunft
Die Energiewende bietet viele Chancen und positive Aspekte, auf die es sich zu fokussieren lohnt. Städte der Zukunft könnten ohne fossile Energien auskommen, Elektroautos und nachhaltige Gebäude würden das Stadtbild prägen, die Luftqualität wäre besser, Lärmemissionen würden reduziert.
Selbstverständlich gibt es auch Herausforderungen wie die Netzstabilität oder die Speicherproblematik. Die Energiewende erfordert Innovation, Ingenieurgeist und Arbeit, die unsere Energie- und Umweltingenieurinnen und -ingenieure nach dem Studium in Energie- und Umwelttechnik leisten können. Sie sind sehr gesuchte Fachkräfte und starten eine Karriere, die sinnstiftend und krisensicher ist.
