Wie können Freiräume nach einer Naturkatastrophe nicht nur wiederhergestellt, sondern als identitätsstiftende und gemeinschaftsfördernde Orte neu gedacht werden? Dieser Frage widmete sich das Projekt im Rahmen des Moduls Ausführungsplanung 3 bei Prof. Peter Vogt. Aus zwölf studentischen Vorschlägen entstand ein überarbeitetes Gesamtkonzept, das Quartiersplätze, Wege, Brunnen und Grünräume neu ordnet und aufwertet. Im Zentrum stehen robuste und vielfältig nutzbare Freiräume, die den sozialen Zusammenhalt stärken und die Resilienz des Quartiers sichtbar machen.
Ein zentrales Element der Gestaltung ist der bewusste Umgang mit lokalen Materialien. Die durch die Erdrutsche ins Quartier gelangten Verrucano-Findlinge werden wiederverwendet und als gesägte Bodenplatten in Plätze und Wege integriert. Als sichtbare Zeitzeugen der Naturereignisse prägen sie künftig das Quartiersbild und stehen sinnbildlich für die Fähigkeit, aus Krisen neue Chancen zu entwickeln.
Der Finanzierungsbedarf beträgt rund CHF 495’000. Dank einer erfolgreichen Spendensammlung sind bereits CHF 370'000 zugesichert. Diese breite Unterstützung ermöglicht die Realisierung grosser Teile des Projekts. Die Bauarbeiten laufen seit April 2026, die Fertigstellung ist auf Ende Juli 2026 vorgesehen.
Weitere Informationen zu den Ereignissen, zum Quartierverein Plattenau und zur Spendensammlung finden Sie unter www.plattenau.ch.
Projektteam:
Prof. Peter Vogt, ILF Institut für Landschaft und Freiraum
Linus Nigsch, ILF Institut für Landschaft und Freiraum
Jürg Hefti, Präsident Quartierverein Plattenau / Projektinitiant
Roman Zehnder, tbf marti ag
Hans Landolt, Landolt Hans Gartenbau AG
Aktuelle Beiträge:
Radio Grischa: Nach Rutschung «Das Plattenau Quartier soll in neuem Glanz erstrahlen» (Ab 0'41" bis 3'45")
TV Südostschweiz: 29.5.2026 «Plattenauquartier nach Erdrutsch im Wiederaufbau» (Ab 2'30" bis 5'40")






