Tag der Region 2021 – Wege in eine klimaneutrale Zukunft

Medienmitteilung vom 28. Oktober 2021

Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorwiegend aus der Region rund um den oberen Zürichsee diskutierten am diesjährigen «Tag der Region» am 25.10.2021, wie «Wege in eine klimaneutrale Zukunft» aussehen können und welche Akteurinnen und Akteure dabei jetzt und künftig gefordert sind.

Tag der Region 2021 an der OST
V.l.n.r.: Roger Nordmann, Susanne Kytzia, Stefan Wyss und Dominik Siegrist

Mit welchen Herausforderungen und Chancen die Gemeinden und Regionen auf dem Weg in eine kli­maneutrale Zukunft konfrontiert sind, zeigt das Beispiel der Region Zürichsee-Linth. Bereits 2014 haben die Gemeinden ein gemeinsames Vorgehen vereinbart und mit Unterstützung der OST – Ostschweizer Fachhochschule ein regionales Energiekonzept samt Massnahmenkatalog erarbeitet.

Die Referentin und die Referenten des Abends betonten, dass der Klimaschutz nicht mehr hinausgeschoben werden könne, dass es Lösungen gäbe und dass es weitestgehend vom Wille zur Umsetzung abhänge. Hierbei käme den Gemeinden und den Regionen bei der Gestaltung einer klimaneutralen Zukunft eine zentrale Rolle zu. Sie zeigten mögliche Ansätze und Entwicklungs­perspektiven für eine klimaneutrale Zukunft auf und diskutierten diese kritisch.

In seinem Referat ging Nationalrat Roger Nordmann der zukünftigen Versorgung mit Solarenergie auf den Grund. Er wies auf das sich mit der Solarenergie verschärfende Problem der Winterstromlücke hin und zeigte diesbezügliche Lösungsansätze auf. Zudem erinnerte er daran, dass politische Entscheide und klare Vorgaben seitens der Politik notwendig sind, um eine positive Entwicklung im Klimaschutz zu fördern.

Susanne Kytzia, Leiterin des Instituts für Bau und Umwelt der OST, ging in ihrem Vortrag der Frage nach, was Regionen konkret zu einer klimaneutralen Zukunft beitragen können. Sie wies eindringlich darauf hin, dass für die Lösung des Klimaproblems nicht mehr viel Zeit zum Handeln bleibt. Es bedürfe prag­matischer Schritte in Gemeinden und Regionen. Gerade letztere seien in der Lage, einen wichtigen Bei­trag zu leisten. Entscheide und Investitionen der Gemeinden seien gemeinsam zu koordinieren und im Verbund voranzubringen.

Stefan Wyss, Architekt bei der Guiseppe Fent AG, Architektur im Klimawandel, zeigte auf, dass der Mehr­wert vom klimavernüftigen Bauen klar erwiesen ist. Aktive Entscheide seien jetzt zu treffen, da die Bau­werke und Energiesystem für die nächsten Jahrzehnte geplant und gebaut werden. Anhand von aktuel­len Projekten seiner Firma erläuterte er zudem eindrücklich, wie ein klimapositiver Baustandard aussehen kann. Dieser sei bei Umbauten wie auch bei Neubauten bereits heute Realität, nun gehe es darum, die sich damit bietenden Chancen zu ergreifen.

Félix Brunschwiler, Gemeindepräsident von Schmerikon und Präsident des Regionalmanagement Ober­see-Linth, machte in seinem Ausblick deutlich, dass es für die Gestaltung einer klimaneutralen Zukunft die Zusammenarbeit aller braucht: der Bürgerinnen und Bürger, Gemeinde, Kantone, Wirtschaft und der Hochschule. Gemeinden könnten auf verschiedenen Ebenen Einfluss auf eine künftige klimaneutrale Zu­kunft nehmen. Jedoch stehen sie angesichts ihrer zahlreichen weiteren Aufgaben vor grossen Heraus­forderungen. Die Region könne dabei eine koordinierende Rolle einnehmen und die Gemeinden bei ihren Aufgaben unterstützen.

Der «Tag der Region» ist eine gemeinsam durch das Regionalmanagement Obersee-Linth und die OST - Ostschweizer Fachhochschule organisierte Veranstaltung. Sie wurde dieses Jahr bereits zum neunten Mal erfolgreich auf dem Campus der OST in Rapperswil-Jona durchgeführt.  

Ansprechpartner:

Félix Brunschwiler
Präsident Regionalmanagement Obersee-Linth
felix.brunschwiler(at)schmerikon.ch
+41 55 286 11 01

Dominik Siegrist
Co-Leiter des Klimacluster der OST
dominik.siegrist(at)ost.ch
+41 79 673 43 30