Anton Gunzinger im Interview

Der ETH-Professor spricht an der Klimakonferenz am 16. September über seine Lösungsansätze zur Energiewende. Vorab gibt er im Interview Einblick über seine Motivation und die Herausforderungen einer erneuerbaren Energieversorgung.

ETH-Professor und Unternehmer Anton Gunzinger im Interview und an der Klimakonferenz 2020

Herr Gunzinger, Sie beschäftigen sich schon lange mit der Energiewende. Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?
«Ich liebe die Schweiz, ein wunderbares Land, und ich möchte, dass auch meine Enkel das so erfahren dürfen. Hier spielt die Energieversorgung eine zentrale Rolle. Wir können uns mit den zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen selber mit Energie versorgen. Dies ist nicht nur umweltfreundlich; eine solche Energiepolitik schafft Arbeitsplätze, ist kostengünstiger als die heutige Energieversorgung und macht am Ende noch Spass.»

Denken Sie, dass die Energiewende mit der Klimabewegung neuen Schwung erhalten hat und deshalb nun schneller umgesetzt wird?
«Ja, ganz sicher. Die Jugendlichen merken, dass ein «weiter wie bisher» ihre Zukunft ruiniert und dass eine erneuerbare Strategie absolut notwendig ist.»

Was kann die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung zur Energie- und Klimawende beitragen?
«Die Forschung zeigt zuerst einmal: Eine erneuerbare Energieversorgung ist möglich. Durch die angewandte Forschung wird gezeigt, dass die erneuerbare Energieversorgung kostengünstig machbar ist. Am Ende entscheidet aber die Politik, ob sie die heutigen, grossen Subventionen in die fossile und nukleare Energieversorgung beibehalten will (von der dann Länder wie Russland und Saudi Arabien profitieren), oder ob ehrlich gerechnet werden soll. Anders ausgedrückt: Soll die schweizerische Volkswirtschaft oder nur einzelne Firmen profitieren?»

Warum ist Ihrer Meinung nach der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft so bedeutsam, um Lösungen zu erarbeiten?
«Am Ende müssen wir alle am gleichen Strick ziehen. Bei jeder Veränderung gibt es Gewinner und Verlierer. Einerseits muss dies ehrlich angesprochen werden und andererseits ist Veränderung notwendig und sinnvoll. Einsicht darüber kann am besten durch einen Dialog erreicht werden.»


Anton Gunzingers Lösungsansätze zur erneuerbaren Energieversorgung erfahren Sie an der Klimakonferenz am OST Campus Rapperswil-Jona am 16. September 2020.

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Der ETH-Professor spricht an der Klimakonferenz am 16. September über seine Lösungsansätze zur Energiewende. Vorab gibt er im Interview Einblick über seine Motivation und die Herausforderungen einer erneuerbaren Energieversorgung.

ETH-Professor und Unternehmer Anton Gunzinger im Interview und an der Klimakonferenz 2020

Herr Gunzinger, Sie beschäftigen sich schon lange mit der Energiewende. Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?
«Ich liebe die Schweiz, ein wunderbares Land, und ich möchte, dass auch meine Enkel das so erfahren dürfen. Hier spielt die Energieversorgung eine zentrale Rolle. Wir können uns mit den zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen selber mit Energie versorgen. Dies ist nicht nur umweltfreundlich; eine solche Energiepolitik schafft Arbeitsplätze, ist kostengünstiger als die heutige Energieversorgung und macht am Ende noch Spass.»

Denken Sie, dass die Energiewende mit der Klimabewegung neuen Schwung erhalten hat und deshalb nun schneller umgesetzt wird?
«Ja, ganz sicher. Die Jugendlichen merken, dass ein «weiter wie bisher» ihre Zukunft ruiniert und dass eine erneuerbare Strategie absolut notwendig ist.»

Was kann die Grundlagenforschung und die angewandte Forschung zur Energie- und Klimawende beitragen?
«Die Forschung zeigt zuerst einmal: Eine erneuerbare Energieversorgung ist möglich. Durch die angewandte Forschung wird gezeigt, dass die erneuerbare Energieversorgung kostengünstig machbar ist. Am Ende entscheidet aber die Politik, ob sie die heutigen, grossen Subventionen in die fossile und nukleare Energieversorgung beibehalten will (von der dann Länder wie Russland und Saudi Arabien profitieren), oder ob ehrlich gerechnet werden soll. Anders ausgedrückt: Soll die schweizerische Volkswirtschaft oder nur einzelne Firmen profitieren?»

Warum ist Ihrer Meinung nach der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft so bedeutsam, um Lösungen zu erarbeiten?
«Am Ende müssen wir alle am gleichen Strick ziehen. Bei jeder Veränderung gibt es Gewinner und Verlierer. Einerseits muss dies ehrlich angesprochen werden und andererseits ist Veränderung notwendig und sinnvoll. Einsicht darüber kann am besten durch einen Dialog erreicht werden.»


Anton Gunzingers Lösungsansätze zur erneuerbaren Energieversorgung erfahren Sie an der Klimakonferenz am OST Campus Rapperswil-Jona am 16. September 2020.

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