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Future Skills: Was Bildung heute leisten muss

29.04.2026

An der NZZ‑Live Veranstaltung in Zürich diskutierte Prof. Dr. Alexandra Cloots, was junge Menschen in einer unsicheren Zukunft stärkt. Im Zentrum stand die Frage, warum Bildung mehr Vertrauen und weniger Vorgaben braucht.

(© Mathias Eicher / NZZ).

Welche Kompetenzen braucht die Welt von morgen? Impulse von Prof. Dr. Alexandra Cloots an der NZZ Live

An einer Veranstaltung von NZZ Live in Zürich diskutierte Prof. Dr. Alexandra Cloots, Leiterin des HR‑Panels New Work und Institutsleiterin iDNA an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten die Frage, welche Kompetenzen junge Menschen für eine zunehmend komplexe und von Digitalisierung geprägte Zukunft benötigen.

In der Debatte wurde deutlich, dass es dabei nicht primär um zusätzliche Inhalte oder neue Fächer geht. Prof. Dr. Cloots betonte vielmehr die Bedeutung von Erfahrungsräumen, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, Scheitern erleben und mit Unsicherheit umgehen lernen können. Genau in diesen Erfahrungen entstünden jene Fähigkeiten, die später als „Future Skills“ bezeichnet werden.

Besonders im Kontext von künstlicher Intelligenz gewinne diese Perspektive an Relevanz. Wenn Maschinen Routineaufgaben übernehmen, rücke die Arbeit am Menschen in den Vordergrund: Sinn stiften, Zusammenarbeit gestalten und Orientierung geben. Diese Kompetenzen lassen sich nicht delegieren – sie müssen erlernt und erfahren werden.

Die Diskussion machte deutlich, dass Fachwissen weiterhin eine wichtige Grundlage bleibt. Gleichzeitig braucht es jedoch den Mut, jungen Menschen mehr zuzutrauen und ihnen Freiräume für eigenständiges Denken und Handeln zu eröffnen. Bildung, so ein zentrales Fazit des Abends, bedeutet nicht, immer mehr zu vermitteln, sondern junge Menschen zu befähigen, sich in einer offenen Zukunft zu orientieren.

Der vollständige Rückblick zur Veranstaltung ist im Artikel der NZZ zu lesen:
Mehr als Fachwissen: Was junge Menschen wirklich stark macht