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Fortbildung «Mediative Kompetenzen im Arbeitsalltag: In Konflikten konstruktiv und gelassener agieren»

Veranstaltungen

Fortbildung «Mediative Kompetenzen im Arbeitsalltag: In Konflikten konstruktiv und gelassener agieren»

Freitag, 19. Juni 2026, Campus St. Gallen

Es sind drei Durchführungen der 2-tägigen Schulung, jeweils 9-17 Uhr an folgenden Daten geplant: 
1. Durchführung am 19./20.6.2026 (FR/SA), 2. Durchführung am 21./28.8.2026 (FR/FR) und 3. Durchführung am 30./31.10.2026 (FR/SA).

Bei mindestens acht Teilnehmenden können auch Anfragen für alternative Termine gestellt werden.  

Lehrpersonen
Prof. Dr. iur. Florian Windisch, Oberrichter, gesetzl. Zert. Mediator
Daniela Sieber, M.A.HSG, Mediatorin

Lernziele
Wesentliches Ziel der Fortbildung ist es, als involvierte Person mit - den im Arbeitsalltag unvermeidlichen - Konflikten konstruktiv und gelassener umgehen zu können. Die Teilnehmenden verstehen zentrale Konflikt- und Kommunikationskonzepte und haben konkrete Kommunikationsweisen und -strukturen an der Hand, welche sie in Konflikten vorteilhaft anwenden können.  

Die Teilnehmenden werden im Einzelnen befähigt:

  • Konflikte und mögliche Ursachen (auch frühzeitig) zu erkennen und konstruktiv anzusprechen
  • Dynamiken von Konflikten zu verstehen
  • unterschiedliche Wege der Konfliktlösung zu benennen und für verschiedene Konflikte geeignete Verfahren und Interventionsweisen zu erkennen
  • Auswirkungen (Risiken und Chancen) von Konflikten zu kennen und verstehen
  • persönliches Konfliktverhalten zu reflektieren und Schlüsse für professionelles Handeln zu ziehen
  • mit geeigneten Kommunikationsstrukturen, -methoden und -techniken direkt konstruktiv in Konflikten zu agieren
  • insgesamt gelassener und konstruktiv mit Konflikten umzugehen

Lerninhalte
Erster Kurstag:
Am Vormittag werden eigene Erfahrungen der Teilnehmenden aus Konfliktsituationen mit Grundlagen der Konflikttheorie verknüpft (insb. Eisbergmodell, Eskalationsstufen, sozio-ökonomische und -kulturelle sowie psychologische Ursachen). Ausserdem werden Folgen verdrängter oder eskalierter Konflikte im Arbeitskontext beschrieben (Konfliktkosten) sowie verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit Konflikten und Verfahren zur Konfliktlösung beschrieben.

Mit Blick auf eine konstruktive und nachhaltige Konfliktbearbeitung wird dann am Nachmittag das Verfahren der Mediation für die Teilnehmenden in der Rolle als Konfliktbeteiligte direkt erlebbar gemacht und reflektiert.

Zweiter Kurstag:
Die Strukturierungen, Methoden und Techniken, die am Vortag von den Lehrpersonen in der Mediaton modelliert wurden, werden am zweiten Kurstag erläutert und phasenweise auf die Anwendung in geringer eskalierten Konflikten transferiert und vermittelt. In Fallkonstellationen, in denen Teilnehmende selbst Konfliktpartei sind, können die Werkzeuge im Sinne mediativen Handelns geübt werden. Dabei bleibt noch Raum, um Gedanken und Fragen mit Bezug zum Umgang mit Konflikten im eigenen beruflichen Kontext zu äussern und zu klären.

Lernmethoden
Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen werden Konfliktsituationen insbesondere praktisch erprobt. Im Sinne einer möglichst intensiven Selbsterfahrung wird mit  Rollenspielen gearbeitet. Sich darauf persönlich einzulassen, ist für die Teilnahme Voraussetzung.

Der Unterricht wird durchgehend im Co-Teaching der beiden Expert:innen durchgeführt.

Interaktivität
Die Schulung wird als Präsenzveranstaltung angeboten, was einen hohen Grad an Austausch zwischen den Teilnehmenden ermöglicht. Theorieinputs wechseln sich mit Übungseinheiten (vgl. Lernmethoden) und Resonanzrunden ab.

Teilnahmegebühr
950 CHF, einen Tag vor Veranstaltungsbeginn fällig. Die Rechnungsstellung erfolgt grundsätzlich bis zwei Wochen vor dem Durchführungstermin. Es gelten die AGB der OST für Weiterbildungsangebote.

SIWF-Akkreditierung und Credits
Die Veranstaltung ist beim SIWF mit 12 Credits akkreditiert. Nach vollständiger Bezahlung und erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung. 

Lernerfolgskontrolle
Die Teilnehmenden werden angehalten, sich in den Rollenspielen in unterschiedlichen Rollen aktiv zu beteiligen. Die Dozierenden beobachten die Lernfortschritte und fungieren als Coaches und leisten gezielt Unterstützung. Am Ende der Veranstaltung halten die Teilnehmenden im Rahmen eines Reflexionsgesprächs mit den Dozierenden ihre Erkenntnisse zum eigenen Umgang mit Konflikten sowie den Transfer ins eigene Arbeitsumfeld fest.

Zielpublikum
Ärzt:innen, v.a. selbständig oder angestellt praktizierende Mediziner:innen oder Personen in leitenden Funktionen

Anzahl Teilnehmende pro Durchführung
8 – 12 Teilnehmende

Die Veranstaltung wird ab einer Mindestanzahl von acht Teilnehmenden durchgeführt. Bei Interesse von Gruppen, welche die Mindestteilnehmerzahl erreichen, können mit den Lehrpersonen auch abweichende Durchführungstermine vereinbart werden.

Campus St. Gallen

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