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IAF am interdisziplinären Healthy-Ageing-Workshop vertreten

05.03.2026

Das IAF war am zweitägigen Workshop des UZH Healthy Longevity Center und der Velux Stiftung über Healthy Ageing und Umwelten des Alterns mit dabei. Es wurden wertvolle Impulse für die künftige Forschung im Bereich Healthy Ageing diskutiert.

Picture: Velux, 2026.

Wie gestaltet sich gesundes Altern in einer Gesellschaft, die sich rasch verändert? Welche Rolle spielen soziale und physische Umgebungen, und wie beeinflussen gesellschaftliche Narrative über das Alter die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Teilhabe im höheren Lebensalter? Diesen und weiteren Fragen widmete sich der zweitägige Workshop zu Healthy Ageing und Umwelten des Alterns, zu welchem das UZH Healthy Longevity Center gemeinsam mit der Velux Stiftung eingeladen hatte. Für das Institut für Altersforschung (IAF) der OST war unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Sarah Speck vor Ort.

Der Workshop brachte insgesamt 25 internationale Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen aus aller Welt zusammen. Die Vielfalt der vertretenen Fachgebiete sowie deren unterschiedliche Perspektiven bot einen einzigartigen Rahmen, um komplexe Fragestellungen rund um das Altern aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und neue Denkansätze zu entwickeln.

Ein Schwerpunkt des Workshops betraf den Einfluss von Narrativen und gesellschaftlichen Bildern des Alterns. Mehrere Beiträge betonten, dass Vorstellungen über das Alter nicht nur kulturell geprägt sind, sondern unmittelbare Auswirkungen auf das Erleben von Alterungsprozessen haben. Positive Altersbilder können Gesundheit und Selbstwirksamkeit stärken, während defizitorientierte Narrative zu Stigmatisierung, Selbstzweifeln und eingeschränkter Teilhabe führen können.

Neben den inhaltlichen Diskussionen bot der Workshop eine wichtige Plattform für Vernetzung und interdisziplinären Dialog sowie neue Impulse für laufende und geplante Projekte mitzunehmen. Vermehrt partizipative Methoden sind gefragt in der Altersforschung, der Einbezug von älteren Menschen in die Entwicklung altersfreundlicher Massnahmen soll gestärkt werden: Diese Aspekte sind in unseren IAF-Projekten bereits zentral. Wir forschen und arbeiten partizipativ und nah an und mit unserer Zielgruppe zusammen.

Die gewonnenen Erkenntnisse des Workshops tragen dazu bei, aktuelle Entwicklungen noch besser zu verstehen, bestehende Lücken ausfindig zu machen und dann in der (angewandten) Forschung umzusetzen. Nicht zuletzt verdeutlichte der Workshop, wie wichtig es ist, Altersfragen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Umwelt, Gesellschaft und Politik als komplexes Gefüge zu betrachten.

Das IAF bedankt sich beim UZH Healthy Longevity Center und der Velux Stiftung für die Einladung und die Möglichkeit zur Mitwirkung. Wir freuen uns darauf, die angeregten Impulse in zukünftige Forschungsprojekte einfliessen zu lassen und den Dialog über gesundes Altern weiterzuführen.