«Wir können das auch mit Distanz»

Siegerinterview Marktforschung

Ein Sieg, der für eine entfallene USA-Reise entschädigt: Das Team aus Studierenden der OST und der Robert Morris University in Pittsburgh hielt virtuell zusammen. Die Jury lobte, wie gut das Team potenzielle Kunden für Geberit North America und ihre Bedürfnisse verstanden hatte – trotz der Distanz.

18.01.2021

Jan Wiggenhauser, Nadine Mächler und Gian Wyss, weshalb haben Sie gewonnen?

Jan Wiggenhauser: Wir steckten viel Kreativität in unser Marketingkonzept. Die Kundenprofile arbeiteten wir detailgetreu aus. Dabei half uns, dass wir zuvor bei der Recherche sehr fleissig waren und auf viele Informationen zurückgreifen konnten.
Nadine Mächler: Wir zeigten Geberit, in welchen fünf Staaten sich ein Markteintritt mit wandhängenden WCs lohnt. Die geografischen Entscheide dafür waren solide in einem Modell begründet, das die entscheidenden Kriterien berücksichtigte.

Wie fanden Sie die richtigen Märkte für Geberit?

Jan Wiggenhauser: Man muss Excel mögen (lacht). Wir füllten viele Daten ab, erweiterten nach und nach die Entscheidungskriterien und filterten so, bis die Tabelle die fünf Staaten mit dem grössten Potenzial ausspuckte.
Gian Wyss: Die anschliessenden Experteninterviews gaben der Arbeit Tiefe. 
Nadine Mächler: Beim Marketingplan konnten wir uns dann kreativ ausleben. Beispielsweise zeichneten wir Werbeideen wie einen Messeauftritt. Bei der Entwicklung von Kundenprofilen half uns das technische Hintergrundwissen von Dalton und Gian.

Wie reagierte Ihr Umfeld auf den Sieg?

Gian Wyss: Zuerst kontaktierten wir unsere Teamkollegen von der Robert Morris University (RMU) in Pittsburgh, USA, Dalton Faith, Kristina Parsons und Abigail Watkins. Ihre Uni berichtete übrigens auf ihren Kanälen über den WTT YOUNG LEADER AWARD. Im Chat des interaktiven Livestreams meldeten sich Auftraggeber, aktuelle und ehemalige Dozierende. Zuhause gratulierten dann Familie und Freunde – und zum Schluss wird man auch bei der Arbeit darauf angesprochen.

Konnten Sie denn trotz der Einschränkungen feiern?

Jan Wiggenhauser: Wir treffen uns, wenn das wieder unbeschwerter geht. Es ist schade, dass wegen der Pandemie auch der Empfang der Young Leaders in der IHK St.GallenAppenzell nicht möglich war – als besondere
Ehre.

Auch Ihre Angehörigen konnten leider nicht in der Tonhalle mitfiebern.

Nadine Mächler: Dafür fieberten umso mehr zuhause mit – Eltern, Grosseltern, Freund, Geschwister, Onkel und Patinnen.

Wie erlebten Sie den ersten hybriden WTT YOUNG LEADER AWARD?

Nadine Mächler: Ich war zunächst skeptisch, ob das klappt. Aufgrund der unberechenbaren Pandemie stand ja vieles auf wackligen Füssen. Der Wissenstransferstelle kann man ein Kränzchen winden – von vereinzelten Verbindungsproblemen abgesehen.
Gian Wyss: Ständige Änderungen forderten viel Flexibilität von allen Beteiligten. Es hat sich aber gelohnt: Das Endresultat ist wirklich cool, der interaktive Livestream beeindruckte.
Jan Wiggenhauser: Es ist toll, dass der Event stattfinden konnte. So vieles wird abgesagt, weil niemand ein Risiko eingehen will. Mit dem Schutzkonzept lief beim WTT YOUNG LEADER AWARD alles bestens. Nur das Networking fehlte etwas. Schade für uns – aber das Maximum wurde möglich gemacht.

Ein Wermutstropfen war die abgesagte USA-Reise – sonst üblich in internationalen Projekten.

Nadine Mächler: Das war wirklich traurig. Wir verpassen eine einmalige Chance, die so schnell nicht wieder kommt im Leben. Ich bewarb mich – erfolgreich – für das Projekt, weil ich in die USA wollte und nahm dafür auch Mehrarbeit in Kauf. Die internationalen Projekte sind besonders herausfordernd.
Jan Wiggenhauser: Positiv ist, dass man in diesen Projekten auf ambitionierte Kolleginnen und Kollegen trifft. Da kommt man nicht einfach so rein. Das Team war noch besser, als ich es mir ausgemalt hatte.
Gian Wyss: Ich habe wenigstens bereits ein Austauschsemester an der RMU hinter mir.
Nadine Mächler: Schlussendlich sagten wir uns: Wir können das auch mit Distanz. Der Award unterstreicht das nun. Mir wäre die Reise allerdings lieber gewesen als der Pokal.

Was nehmen Sie für Ihr Arbeitsleben mit von diesem Einblick in die Firma Geberit North America?

Jan Wiggenhauser: Märkte und Schlüsselpersonen zu verstehen, ist entscheidend – nicht nur oberflächlich, man muss in die Tiefe.
Gian Wyss: Das Zwischenmenschliche ist in jedem Projekt wichtig. Unsere Zusammenarbeit war sehr gut. 

Was bedeutet der Preis für Ihre berufliche Laufbahn?

Gian Wyss: Ich hoffe, er hilft bei der Stellensuche nebst dem Masterstudium. Ich würde gerne als Berater in die Software-Branche.
Nadine Mächler: Ich bin bereits bei der Digitalmarketingagentur Webrepublic als Beraterin für E-Commerce eingestiegen. Der Preis macht sich aber sicher gut im Lebenslauf.
Jan Wiggenhauser: Wichtiger als der Preis sind die Erfahrungen. Sie helfen mir in meinem Job als Junior-Projektleiter bei Stadler Rail.

Webportal Praxisprojekt-Insider

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«Wir können das auch mit Distanz»

Siegerinterview Marktforschung

Ein Sieg, der für eine entfallene USA-Reise entschädigt: Das Team aus Studierenden der OST und der Robert Morris University in Pittsburgh hielt virtuell zusammen. Die Jury lobte, wie gut das Team potenzielle Kunden für Geberit North America und ihre Bedürfnisse verstanden hatte – trotz der Distanz.

18.01.2021

Jan Wiggenhauser, Nadine Mächler und Gian Wyss, weshalb haben Sie gewonnen?

Jan Wiggenhauser: Wir steckten viel Kreativität in unser Marketingkonzept. Die Kundenprofile arbeiteten wir detailgetreu aus. Dabei half uns, dass wir zuvor bei der Recherche sehr fleissig waren und auf viele Informationen zurückgreifen konnten.
Nadine Mächler: Wir zeigten Geberit, in welchen fünf Staaten sich ein Markteintritt mit wandhängenden WCs lohnt. Die geografischen Entscheide dafür waren solide in einem Modell begründet, das die entscheidenden Kriterien berücksichtigte.

Wie fanden Sie die richtigen Märkte für Geberit?

Jan Wiggenhauser: Man muss Excel mögen (lacht). Wir füllten viele Daten ab, erweiterten nach und nach die Entscheidungskriterien und filterten so, bis die Tabelle die fünf Staaten mit dem grössten Potenzial ausspuckte.
Gian Wyss: Die anschliessenden Experteninterviews gaben der Arbeit Tiefe. 
Nadine Mächler: Beim Marketingplan konnten wir uns dann kreativ ausleben. Beispielsweise zeichneten wir Werbeideen wie einen Messeauftritt. Bei der Entwicklung von Kundenprofilen half uns das technische Hintergrundwissen von Dalton und Gian.

Wie reagierte Ihr Umfeld auf den Sieg?

Gian Wyss: Zuerst kontaktierten wir unsere Teamkollegen von der Robert Morris University (RMU) in Pittsburgh, USA, Dalton Faith, Kristina Parsons und Abigail Watkins. Ihre Uni berichtete übrigens auf ihren Kanälen über den WTT YOUNG LEADER AWARD. Im Chat des interaktiven Livestreams meldeten sich Auftraggeber, aktuelle und ehemalige Dozierende. Zuhause gratulierten dann Familie und Freunde – und zum Schluss wird man auch bei der Arbeit darauf angesprochen.

Konnten Sie denn trotz der Einschränkungen feiern?

Jan Wiggenhauser: Wir treffen uns, wenn das wieder unbeschwerter geht. Es ist schade, dass wegen der Pandemie auch der Empfang der Young Leaders in der IHK St.GallenAppenzell nicht möglich war – als besondere
Ehre.

Auch Ihre Angehörigen konnten leider nicht in der Tonhalle mitfiebern.

Nadine Mächler: Dafür fieberten umso mehr zuhause mit – Eltern, Grosseltern, Freund, Geschwister, Onkel und Patinnen.

Wie erlebten Sie den ersten hybriden WTT YOUNG LEADER AWARD?

Nadine Mächler: Ich war zunächst skeptisch, ob das klappt. Aufgrund der unberechenbaren Pandemie stand ja vieles auf wackligen Füssen. Der Wissenstransferstelle kann man ein Kränzchen winden – von vereinzelten Verbindungsproblemen abgesehen.
Gian Wyss: Ständige Änderungen forderten viel Flexibilität von allen Beteiligten. Es hat sich aber gelohnt: Das Endresultat ist wirklich cool, der interaktive Livestream beeindruckte.
Jan Wiggenhauser: Es ist toll, dass der Event stattfinden konnte. So vieles wird abgesagt, weil niemand ein Risiko eingehen will. Mit dem Schutzkonzept lief beim WTT YOUNG LEADER AWARD alles bestens. Nur das Networking fehlte etwas. Schade für uns – aber das Maximum wurde möglich gemacht.

Ein Wermutstropfen war die abgesagte USA-Reise – sonst üblich in internationalen Projekten.

Nadine Mächler: Das war wirklich traurig. Wir verpassen eine einmalige Chance, die so schnell nicht wieder kommt im Leben. Ich bewarb mich – erfolgreich – für das Projekt, weil ich in die USA wollte und nahm dafür auch Mehrarbeit in Kauf. Die internationalen Projekte sind besonders herausfordernd.
Jan Wiggenhauser: Positiv ist, dass man in diesen Projekten auf ambitionierte Kolleginnen und Kollegen trifft. Da kommt man nicht einfach so rein. Das Team war noch besser, als ich es mir ausgemalt hatte.
Gian Wyss: Ich habe wenigstens bereits ein Austauschsemester an der RMU hinter mir.
Nadine Mächler: Schlussendlich sagten wir uns: Wir können das auch mit Distanz. Der Award unterstreicht das nun. Mir wäre die Reise allerdings lieber gewesen als der Pokal.

Was nehmen Sie für Ihr Arbeitsleben mit von diesem Einblick in die Firma Geberit North America?

Jan Wiggenhauser: Märkte und Schlüsselpersonen zu verstehen, ist entscheidend – nicht nur oberflächlich, man muss in die Tiefe.
Gian Wyss: Das Zwischenmenschliche ist in jedem Projekt wichtig. Unsere Zusammenarbeit war sehr gut. 

Was bedeutet der Preis für Ihre berufliche Laufbahn?

Gian Wyss: Ich hoffe, er hilft bei der Stellensuche nebst dem Masterstudium. Ich würde gerne als Berater in die Software-Branche.
Nadine Mächler: Ich bin bereits bei der Digitalmarketingagentur Webrepublic als Beraterin für E-Commerce eingestiegen. Der Preis macht sich aber sicher gut im Lebenslauf.
Jan Wiggenhauser: Wichtiger als der Preis sind die Erfahrungen. Sie helfen mir in meinem Job als Junior-Projektleiter bei Stadler Rail.

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