Naturnaher Tourismus und Pärke

Die Fachrichtung Naturnaher Tourismus und Pärke unterstützt Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

Wir unterstützen Entscheidungsträger:innen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik mit anwendungsbezogenen Forschungsergebnissen an den Schnittstellen zwischen touristischer Nutzung, Landschaftsentwicklung und Biodiversitätsförderung. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Pärke von nationaler Bedeutung. Wir bieten methodisches Instrumentarium für die Angebots- und Produktgestaltung des naturnahen Tourismus sowie Wegleitungen und Konzepte zur landschaftsorientierten Erholung.

Aktuelle Projekte

Aufgrund der Corona-Pandemie blieben im Sommer 2020 grosse Teile der Schweizer Bevölkerung in der Schweiz. Damit dürften im Sommer 2020 viele Schweizer:innen ihr Land und dessen Landschaften auf manche Art neu kennengelernt haben. Die Präferenz für Ferien im eigenen Land legt die Hypothese nahe, dass dabei Erlebnisse des natur und kulturnahen Tourismus eine zusätzliche Bedeutung erhielten. Charakteristisch für diese Art von Ferienerlebnissen ist, dass sie in Naturgebieten und naturnahen Kulturlandschaften stattfinden, die natürlichen und kulturellen Werte bilden dabei die Grundlage.
Im Rahmen einer qualitativen Befragung im Januar 2021 wurden die Veränderungen aufgrund der durch die Corona-Pandemie veränderten Ausgangslage bei den inländischen Gästen in Bezug auf die Wahrnehmung der Schweizer als Ferienland analysiert und bewertet. Es wurde den Fragen nachgegangen, ob in der Schweiz neue Ferienqualitäten entdeckt wurden, Veränderungen bezüglich Einstellung und Aktivitäten eintraten und wie die besuchten naturnahen Kulturlandschaften wahrgenommen wurden. Der Sommer 2020 war für einen erheblichen Teil der Schweizer Bevölkerung durch neue, unerwartete Ferienerlebnisse geprägt und die naturnahen Kulturlandschaften stellten dabei eine wesentliche Basis dar. Manche Tourist:innen, die ihre Ferien unter normalen Umständen im Ausland verbracht hätten, lernten die Schweiz und ihre vielfältigen Natur- und Kulturwerte aus einer neuen Perspektive kennen und schätzen. Dadurch erhielten die verschiedenen Aspekte eines natur- und kulturnahen Tourismus insgesamt eine zusätzliche Bedeutung, die möglicherweise von nachhaltiger Dauer sein wird. Die Ergebnisse der Befragung werden 2022 in einem Bericht publiziert.

Laufzeit
2021 – 2022

Auftraggeber
OST – Ostschweizer Fachhochschule

Projektleitung
Prof. Dominik Siegrist

Mitarbeit
Manuela Egeter, Lea Ketterer Bonnelame

Im Jahr 2012 wurden im Auftrag der IG UNESCOWelterbe Tektonikarena Sardona durch das ILF ein Monitoringkonzept und eine Null- bzw. Ersterhebung für die Tektonikarena Sardona erstellt. Dadurch wurde eine Ausgangsbasis geschaffen, um das Welterbe kontinuierlich und regelmässig hinsichtlich des Zustandes und der langfristigen Veränderungen von Natur, Landschaft und Gesellschaft zu analysieren und darauf aufbauend Verbesserungsbedarf zu erkennen und Managemententscheidungen fällen zu können. Das Monitoring erfolgt mit Hilfe einer Reihe ausgewählter Indikatoren der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimension, mit denen umfassende Aussagen über den Erhaltungszustand und die langfristigen Veränderungen von Natur, Landschaft und Gesellschaft in der Tektonikarena gemacht werden können. Das Monitoring wird jährlich aktualisiert, wobei die verschiedenen Indikatoren unterschiedliche Erhebungsintervalle aufweisen. 2021 wurden alle einjährigen Indikatoren aktualisiert.

Laufzeit
jährlich seit 2012

Auftraggeber
IG UNESCO-Welterbe Tektonikarena

Projektleitung
Dominik Siegrist

Mitarbeit
Lea Ketterer Bonnelame

 

Team

Fachrichtungsleitung:

Prof. Dr. Dominik Siegrist
 

Projektmitarbeitende:

Manuela Egeter
Lea Ketterer Bonnelame