Die Zukunftsmusik der Baumaschinenbranche

Für den global tätigen Industriepartner Ewellix präsentierten am 6. Mai insgesamt 70 Studierende des Studiengangs Maschinentechnik| Innovation ihre Entwicklungsprojekte. Das Ziel: Grosse Baumaschinen sollen künftig elektrisch betrieben werden.

Die Abschlusspräsentation der monatelangen Entwicklungsprojekte bildet den Höhepunkt für die Studierenden im Studiengang Maschinentechnik | Innovation an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Das Publikum bestand aus Vertretern des Industriepartners Ewellix, ein global tätiger Hersteller von Linearanrieben und online per Bild und Ton zugeschalteten Ingenieuren des Ewellix-Kunden Volvo sowie Dozenten der Studierenden.


Näher an der Praxis geht kaum

Die Aufgabe der 70 Studierenden war es, aufgeteilt in Gruppen, eine Art Schock-Schutz für elektrisch angetriebene Baumaschinen zu entwickeln. Denn die Elektrifizierung betrifft nicht nur Autos, sondern unter anderem auch die Bauindustrie. Doch im Gegensatz zu elektrischen Autos müssen Baumaschinen im Betrieb ständig starke, schockartige Stösse und hohe Lasten aushalten.

In einer Präsentation zeigten die Studierenden etwa, wie sie im Teststand ein 30 Kilogramm schweres Eisengewicht aus knapp einem halben Meter Höhe ungebremst auf ihren Prototypen fallen lassen – und der Prototyp die Kräfte spielend absorbiert.


Begeisterte Industriepartner

Die Industriepartner und Dozierenden zeigten sich nach den Präsentationen sehr beeindruckt. Alexandre Gateau, Plattformingenieur für Mini-Bagger beim Ewellix-Kunden Volvo, verfolgte die Veranstaltung online mit und lobte nebst der Auftrittskompetenz der Studierenden auch die Dozenten: «Die Qualität der geleisteten Arbeit durch die Studierenden hat für mich auch die Qualität des Dozententeams gezeigt. Die Prototypen wurden mit einer guten und pragmatischen Herangehensweise und guten Arbeitsmitteln (CAD-Simulation, Teststand, 3D-Drucker...) entwickelt.» Marcel Soltermann, Leiter Produktentwicklung beim Industriepartner Ewellix, ist gar überzeugt, «dass einige dieser Konzepte künftig für Bagger und andere Baumaschinen eingesetzt werden.»


Entwicklungsprojekt 2023 bereits geplant

Die Aufgabenstellung für das kommende Entwicklungsprojekt 2023 ist ebenfalls nah an der Praxis angesiedelt: Ab dem Herbstsemester 2022 dürfen die nachfolgenden Studierendengruppen direkt mit der Rhätischen Bahn zusammenarbeiten und praxisorientiert aktuelle Herausforderungen in der Bahnbranche angehen.


Weitere Informationen in der Medienmitteilung