OST und #tide: Eine Erfolgsgeschichte

Das Schweizer Start-up Tide Ocean (#tide) gewinnt den diesjährigen Swiss Ethics Award 2022. An der innovativen Methode – Kunststoff-Recycling aus dem Meer – ist das IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung massgeblich beteiligt.

Prof. Daniel Schwendemann und Alex Ramsauer im Labor des IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung

Die Krönung am gestrigen Swiss Excellene Forum im KKL in Luzern bildete die Verleihung des Swiss Ethics Awards 2022. Der Award würdigt herausragende ethische Leistungen in der Wirtschaft. Die bahnbrechende Innovation von Tide Ocean überzeugte die Jury.


Aus Plastikabfall wird Rohstoff

Das Schweizer Start-up Tide Ocean nimmt sich der Plastikverschmutzung im Meer an, indem es aus eingesammeltem Plastikabfall hochwertigen und vielfältig einsetzbaren Rohstoff herstellt. Nicht nur bei PET, sondern auch bei weiteren Kunststofftypen könnten so im Sinn einer Kreislaufwirtschaft fabrikneue Kunststoffe problemlos ersetzt werden, schlussfolgerte Juror Stephan Baer.

#tide kann Polymerabfälle, darunter PET aus Plastikflaschen, Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) zu Granulat, Garn und Filament verarbeiten, die dann wiederum im Kunststoffspritzguss, für Textilien oder im 3D-Druck einsetzbar sind.


Die Erfolgsgeschichte von Tide Ocean und dem IWK

Um das innovative Upcycling-Verfahren zu entwickeln, spannte Tide Ocean mit dem IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunstverarbeitung der OST zusammen. Das aus dem Upcycling-Verfahren gewonnene Granulat wurde am IWK unter der Leitung von Professor Daniel Schwendemann entwickelt und getestet.

Die OST gratuliert Tide Ocean und freut sich, dass das IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung der OST Teil dieser Erfolgsgeschichte sein konnte.