Die OST bietet an ihren drei Standorten Buchs, St.Gallen und Rapperswil-Jona eine für die Institute vor Ort sehr spezifische Infrastruktur. Studierende haben dadurch Zugang zu einer breiten Auswahl an Fachbereichen, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Hightech-Laboren.
Mit verschiedenen Angeboten wird der standortübergreifende Austausch immer wieder gefördert. Vor kurzem besuchten Maschinentechnik-Studierende aus Rapperswil-Jona das Messtechnik-Labor des IMP Institut für Mikrotechnik und Photonik am Campus Buchs. Der Praxistag war der Auftakt einer gemeinsamen, standortübergreifenden Vorlesung zum Thema Geometrische Produktspezifikation und Verifikation (GPSV). Die Vorlesung wird in dieser Form zum ersten Mal durchgeführt. Ziel ist es, praktische Anwendungen zu theoretischem Wissen zu vermitteln und die Zusammenarbeit zwischen den Standorten weiter zu stärken.
Neues Computertomographie-Gerät
Begleitet von den Dozierenden und betreut durch das Team des Kompetenzzentrums am IMP arbeiteten die Studierenden an zentralen Fragestellungen der industriellen Messtechnik. Im Fokus standen die Koordinatenmesstechnik sowie die Rauheitsmessung als wesentliche
Elemente für die Verifikationsthemen der GPSV. Ziel war es, den Studierenden zu ermöglichen, die Bearbeitung von Messaufgaben zu erleben.
Besonderes Interesse weckte die Arbeit am neuen industriellen Computertomographie-Gerät. Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie komplexe Bauteile zerstörungsfrei erfasst und innere Strukturen für geometrische Analysen nutzbar gemacht werden können.
Ergänzend dazu arbeiteten die Studierenden selbständig am Gelenkarm-Koordinatenmessgerät. Hier stand die flexible und praxisnahe Messung realer Bauteile mit Multisensorik im Vordergrund. Diese Arbeiten verdeutlichten anschaulich die Stärken und Grenzen unterschiedlicher Messsysteme und deren Einsatz im industriellen Umfeld.
Praktikum wird fester Bestandteil der Lehre
Die hohe Motivation und das grosse Engagement der Studierenden prägten das gesamte Praktikum. Der intensive Austausch zwischen Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden des Kompetenzzentrums zeigte eindrücklich den Mehrwert praxisnaher, standortübergreifender Lehrformate. Aufgrund der durchwegs positiven Rückmeldungen soll dieses Praktikum künftig weitergeführt und als fester Bestandteil der gemeinsamen Lehre organisiert werden.
