Forschungsprojekt
C2S: Co-creating Circular Sanitation Systems
Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt zur Ko-Kreation zirkulärer Sanitärlösungen, das lokales Wissen und internationale Innovation in Südafrika und Mosambik vereint.
Netzunabhängige Sanitärsysteme gewinnen weltweit an Interesse. Zu den Vorteilen zählen die Unabhängigkeit von Wasser- und Energieversorgung sowie ihre Modularität und Flexibilität, um sich an veränderte demografische oder ökologische Bedingungen anzupassen.
Darüber hinaus ermöglichen sie die Einbindung einer Quelltrennung von Abfallströmen und damit die Rückgewinnung von Ressourcen wie Bewässerungswasser, Energie oder Nährstoffen, die für die Lebensmittelproduktion genutzt werden können. Solche zirkulären Sanitärsysteme (CSS) sind besonders vielversprechend in unterentwickelten Gebieten mit mangelnder Grundversorgung und knappen Wasserressourcen, aber vorhandener landwirtschaftlicher Aktivität.
In den vergangenen 20 Jahren wurden weltweit viele innovative CSS entwickelt. Viele davon wurden zur Validierung nach Südafrika gebracht. Ihre Akzeptanz bei Gemeinschaften und Behörden bleibt jedoch begrenzt.
Das Projekt „Co-creating Circular Sanitation Systems" (C2S) ist eine transdisziplinäre Initiative, die verstehen möchte, wie CSS ko-kreiert werden können, um in einkommensschwachen stadtnahen Gebieten Anwendung zu finden.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Ko-Kreation: Einerseits eine internationale Ko-Kreation zur Entwicklung innovativer Technologien für den Vor- und Nachbereich, bei der afrikanische Forschende und Technologieanbieter mit Forschenden und Technologieanbietern aus der Schweiz zusammengebracht werden. Andererseits eine gemeinschaftsbasierte Ko-Kreation zur Kontextualisierung der Technologiedesigns mit lokalen Materialien, Fähigkeiten und Kapazitäten vor Ort, bei der Forschende in die Kleinbauerngemeinschaften eingebunden werden.
Parallel dazu werden Strategien zur Skalierung der Lösungen mitentwickelt, darunter Schulungspakete, technische Handbücher, politische Kurzberichte sowie tragfähige Dienstleistungsmodelle auf der Grundlage öffentlich-privater Partnerschaften.
Das Projekt vereint ein inter- und transdisziplinäres Team aus Forschenden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Technologieanbietern und Behörden aus Südafrika, Mosambik und der Schweiz.
Projektfinanzierung:
Kooperation:


