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Dienstleistungsprojekt

KIxKMU

Die INOS-Plattform KI × KMU schliesst die Lücke zwischen akademischer Spitzenforschung und der pragmatischen Umsetzungskompetenz des Mittelstands. Durch das modular strukturierte Angebot erhalten Unternehmen ein perfekt auf ihre Ressourcen abgestimmtes Werkzeugset. Die breite Unterstützung durch Kantone und Bund macht INOS zum idealen, risikominimierenden Partner für KMU, welche die transformative Kraft der KI aktiv nutzen wollen.

1.1 Ausgangslage und übergeordnetes Projektziel

Die fortschreitende Digitalisierung und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) stellen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor fundamentale Herausforderungen, eröffnen gleichzeitig jedoch historische Markt- und Effizienzchancen. Viele Unternehmen stehen vor dem Dilemma, dass sie das disruptive Potenzial von KI-Technologien zwar erkennen, ihnen jedoch die internen Ressourcen, das spezifische Fachwissen und der strukturierte Zugang fehlen, um diese Technologien wirtschaftlich und risikoarm zu evaluieren und zu implementieren.

Genau an diesem strategischen Engpass setzt die durch das Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS) initiierte und durch das Institut für Strategie und Marketing (ISM) sowie das Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence (ICAI) der OST – Ostschweizer Fachhochschule koordinierte Innovationsplattform KI × KMU an. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, Ostschweizer KMU aller Reifegrade und Branchen einen niederschwelligen, praxisorientierten und vor allem wirtschaftlich tragfähigen Zugang zu Künstlicher Intelligenz zu ermöglichen. Es geht nicht um theoretische Grundlagenforschung, sondern um die Befähigung der Unternehmen, KI-Technologien gezielt als Hebel zur nachhaltigen Steigerung der unternehmerischen Wertschöpfung einzusetzen.

1.2 Konkreter betriebswirtschaftlicher Nutzen für KMU

Die Teilnahme an der Plattform und die Nutzung des INOS-Netzwerks generieren für die beteiligten Unternehmen einen vielschichtigen, messbaren Mehrwert, der sich direkt auf die Kernbereiche der betrieblichen Leistungserstellung auswirkt:

  • Signifikante Produktivitäts- und Effizienzsteigerung: Durch die Identifikation und Automatisierung repetitiver, datenintensiver oder fehleranfälliger Prozesse können KMU ihre Betriebskosten senken und Durchlaufzeiten verkürzen. KI-gestützte Werkzeuge optimieren administrative Abläufe, verbessern das Wissensmanagement und entlasten qualifizierte Fachkräfte von Routineaufgaben, sodass diese sich auf strategische, wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.
  • Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit: Die Plattform befähigt Unternehmen, bestehende Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle durch den intelligenten Einsatz von Daten radikal weiterzuentwickeln oder gänzlich neue, KI-basierte Services zu kreieren. Dies sichert den Unternehmen langfristige Marktanteile und positioniert sie als Innovationsführer in ihren jeweiligen Nischen – sowohl regional als auch im internationalen Vergleich.
  • Wirtschaftliche Risikominimierung (De-Risking): Einer der grössten Hemmschuhe für KMU bei der Einführung von Zukunftstechnologien ist das finanzielle und personelle Risiko einer Fehl- oder Fehlinvestition. KI × KMU bricht diese Barriere auf, indem das Projekt den Unternehmen eine neutrale, hochgradig kompetente Validierung von Ideen bietet. Bevor hohe Budgets in die Softwareentwicklung fliessen, werden Konzepte auf ihre technische Machbarkeit und ihren Return on Investment (ROI) geprüft.
  • Schneller und unbürokratischer Know-how-Transfer: Unternehmen erhalten über die Plattform direkten Zugriff auf den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technologie, ohne selbst teure Spezialisten rekrutieren zu müssen. Das über die Fachhochschule OST und das ICAI bereitgestellte Expertisenetzwerk fungiert als externe, flexible Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf Zeit.
  • Branchenübergreifende Inklusion: Das Angebot richtet sich explizit nicht nur an Tech-Start-ups oder High-Tech-Unternehmen. Die Struktur von KI × KMU stellt sicher, dass Betriebe aus dem Low-Tech-, Mid-Tech- und High-Tech-Bereich – vom traditionellen Gewerbebetrieb über das Produktionsunternehmen bis hin zum Dienstleister – genau dort abgeholt werden, wo sie in ihrer digitalen Entwicklung aktuell stehen.

2. Angebot / Umsetzung

Das operationelle Konzept der INOS-Innovationsplattform KI × KMU basiert auf einem logisch aufeinander aufbauenden, vierstufigen Trichtermodell, das Unternehmen von der ersten, unverbindlichen Sensibilisierung bis hin zur erfolgreichen, physischen Umsetzung eines validierten Prototyps begleitet. Dieses systematische Phasenmodell garantiert eine ressourceneffiziente und bedarfsgerechte Führung der Projekte.

 

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| 1. INFORMATION & SENSIBILISIERUNG                              |
|    Orientierung, Realistischer Überblick, Events, Impulse        |
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| 2. EXPERTISE & VERNETZUNG                                       |
|    Workshops, Anwendungsfälle (Use Cases) priorisieren           |
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| 3. COACHING & KOOPERATION                                       |
|    Innovationscoaching, Begleitung von Problem bis Lösung       |
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| 4. ENTWICKLUNG & IMPLEMENTIERUNG                                |
|    Prototyping, Transfer in die Praxis, Folgeprojekte            |
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Phase 1: Information & Sensibilisierung (Der niederschwellige Einstieg)

Die erste Phase dient dem Abbau von Berührungsängsten und dem Aufbau eines realistischen, fundierten Grundverständnisses für Künstliche Intelligenz im geschäftlichen Kontext.

  • Inhalte und Formate: Durch gezielte Informationsveranstaltungen, praxisnahe Tagungen (wie beispielsweise Fachtagungen zu den Erfolgsfaktoren für nachhaltige KI-Projekte am Campus Rapperswil) und den Einsatz digitaler Orientierungswerkzeuge werden Führungskräfte für die Potenziale von KI sensibilisiert.
  • Fokus: Es wird vermittelt, was KI heute leisten kann – und was explizit nicht. KMU erhalten einen unverfälschten Überblick über Chancen, rechtliche und ethische Grenzen sowie die technologischen Voraussetzungen im betrieblichen Alltag, um Hype von Realität zu trennen.

Phase 2: Expertise & Vernetzung (Use Cases identifizieren)

Besteht im Unternehmen das grundlegende Bewusstsein für die Relevanz des Themas, schaltet die Plattform in den vertiefenden Modus um, in dem das theoretische Wissen auf die spezifische Realität des jeweiligen KMU projiziert wird.

  • Inhalte und Formate: In interaktiven, moderierten Workshops und strukturierten Austauschformaten arbeiten Entscheidungsträger, Digitalisierungsverantwortliche und Innovationsmanager eng mit den Experten der OST und des ICAI zusammen.
  • Fokus: Das Kernziel dieser Phase ist die methodische Identifikation, systematische Bewertung und strategische Priorisierung konkreter, unternehmensspezifischer Anwendungsfälle (Use Cases). Es werden praxiserprobte Erfolgskriterien angelegt, um diejenigen Projekte herauszufiltern, die bei geringer Komplexität den maximalen wirtschaftlichen Nutzen versprechen (sogenannte „Quick Wins“ oder „High-Impact-Projekte“).

Phase 3: Coaching & Kooperation (Strukturierte Projektbegleitung)

Sobald ein valider und vielversprechender Anwendungsfall definiert wurde, tritt das eigentliche INOS-Innovationscoaching in Kraft. Diese Phase bildet das organisatorische Rückgrat der praktischen Umsetzung.

  • Inhalte und Formate: Ein zugewiesener, erfahrener Innovationscoach begleitet das KMU Schritt für Schritt durch das Vorhaben. Dies umfasst die präzise Definition des zugrundeliegenden Problems, die Ausarbeitung des Anforderungsprofils sowie das Design der Lösungsarchitektur.
  • Fokus: Ein zentrales Element dieser Phase ist das Aufbrechen von Silos durch gezielte Kooperationen. Bei Bedarf vernetzt das INOS-Management das Unternehmen mit regionalen Technologiepartnern, spezialisierten Software-Anbietern oder anderen Plattformmitgliedern, um Synergien zu nutzen und das Projekt auf ein stabiles Fundament zu stellen.

Phase 4: Entwicklung & Implementierung (Der Technologie-Transfer)

In der finalen Phase des Prozesses geht es um die greifbare Realisierung der ausgearbeiteten Konzepte und den direkten Technologietransfer aus der angewandten Forschung in die industrielle oder gewerbliche Praxis.

  • Inhalte und Formate: Gemeinsam mit den hochschulseitigen Instituten der OST (wie dem ICAI) werden die technischen Ansätze validiert und in funktionale Demonstratoren, Software-Prototypen (MVPs – Minimum Viable Products) oder Machbarkeitsstudien (Proofs of Concept) überführt.
  • Fokus: Neben der rein technologischen Entwicklung liegt ein massiver Fokus auf dem gezielten, internen Know-how-Aufbau im KMU selbst. Die Mitarbeitenden werden befähigt, die Systeme zu verstehen und zu bedienen. Dieser systematische Kompetenzaufbau bildet die zwingende Grundlage für alle nachfolgenden Industrialisierungsschritte und stellt sicher, dass das Projekt nach dem Abschluss des Coachings eigenständig im Unternehmen weitergeführt, skaliert und operationalisiert werden kann.

Gründe, um mit INOS Kontakt aufzunehmen

Für ein Ostschweizer KMU, das seine Zukunft aktiv gestalten und die digitale Transformation nicht nur passiv miterleben möchte, gibt es eine Reihe von rationalen, strategischen und operativen Gründen, unverzüglich die Zusammenarbeit mit der INOS-Innovationsplattform KI × KMU zu suchen:

  • Unabhängige, neutrale und wissenschaftlich fundierte Expertise
    INOS agiert als staatlich geförderte, politisch und wirtschaftlich völlig neutrale Instanz. Im Gegensatz zu kommerziellen IT-Dienstleistern oder Software-Agenturen steht hinter der Beratung durch INOS kein Verkaufsinteresse für ein bestimmtes Produkt oder eine spezifische Software-Lizenz. Die Koordination durch die Ostschweizer Fachhochschule (OST) garantiert, dass KMU eine objektive, wissenschaftlich fundierte und technologieoffene Beratung erhalten, die sich einzig und allein an den realen Bedürfnissen und dem wirtschaftlichen Erfolg des Kunden orientiert.
     
  • Reduktion von Markteintrittsbarrieren und Kosten
    Durch die institutionelle Verankerung und die finanzielle Trägerschaft des Netzwerks – getragen durch die Ostschweizer Kantone (St.Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, Graubünden), die Standortförderung Zürioberland sowie den Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) – bietet INOS KMU einen hochgradig subventionierten, kosteneffizienten Zugang zu Spitzenforschung und exzellenter Infrastruktur. Kleinere Betriebe erhalten somit Zugriff auf Innovationsressourcen, die sonst typischerweise nur Grosskonzernen mit eigenen Forschungsabteilungen vorbehalten sind. 
     
  • Nahtloser Zugang zu einem hochkarätigen regionalen Ökosystem 
    Die Kontaktaufnahme mit INOS öffnet die Tür zu einem dichten, etablierten und leistungsstarken Netzwerk. Unternehmen werden direkt mit den führenden Köpfen der angewandten KI-Forschung (wie dem ICAI Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence) zusammengebracht. Gleichzeitig ermöglicht die Plattform den direkten, vertrauensvollen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern, die vor identischen Herausforderungen stehen. Dieses regionale Ökosystem beschleunigt Innovationszyklen durch die Nutzung kollektiver Intelligenz und bewährter Best Practices fundamental.
     
  • Ganzheitlicher Ansatz von der Idee bis zum fertigen Prototyp
    Viele Förder- und Beratungsprogramme enden dort, wo es kompliziert wird: nach der Konzepterstellung. INOS unterscheidet sich grundlegend durch seinen konsequenten Umsetzungsfokus. Das Innovationscoaching lässt Unternehmen mit den erarbeiteten Strategiepapieren nicht allein, sondern begleitet sie aktiv durch die schwierigen Phasen der Prototypenentwicklung und der technischen Validierung. Das bewährte System stellt sicher, dass aus abstrakten Ideen messbare, produktive Anwendungen im realen Betrieb entstehen.

Zukunfts- und Investitionssicherheit für den Standort Ostschweiz

Die Einführung von KI ist kein temporärer Trend, sondern eine strukturelle Transformation der globalen Wirtschaft. Unternehmen, die heute zögern, riskieren, innerhalb der nächsten Jahre technologisch und wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren. Der Kontakt zu KI × KMU ermöglicht es Geschäftsleitungen und Innovationsverantwortlichen, ihre internen Prozesse zukunftssicher aufzustellen, die Attraktivität als moderner Arbeitgeber für junge Fachkräfte zu steigern und die Wertschöpfung sowie die Arbeitsplätze am Standort Ostschweiz langfristig und krisenfest zu sichern.