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Publikation

Extending ageing in place through adaptable community‑led practices: Insights from four Ibasho contexts

Abstract

Die Erweiterung von Ageing in Place über seine konventionellen Grenzen hinaus ist relevant, um den relationalen und räumlichen Dimensionen des Alterns gerecht zu werden. Diese Studie untersucht, wie gemeinschaftsbasierte Initiativen Ageing in Place als dynamischen, sozial eingebetteten Prozess neu rahmen können, der Partizipation, Zugehörigkeit und geteilte Verantwortung fördert.


Auf der Grundlage ethnographischer Methoden analysieren wir Ibasho, eine gemeinschaftsgetragene Initiative, die ältere Menschen befähigt, generationenübergreifende Räume gemeinsam zu gestalten und zu betreiben. Die Feldforschung wurde an vier Ibasho-Standorten in Japan, Nepal, den Philippinen und Singapur durchgeführt und umfasste teilnehmende Beobachtung, ethnographisches Mapping sowie über 80 qualitative Interviews und Gruppendiskussionen. Die Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.


Die Ergebnisse zeigen, dass Ibasho das Wohlbefinden, das Selbstwertgefühl und die soziale Verbundenheit fördert, indem ältere Menschen sinnvolle Rollen und Verantwortlichkeiten übernehmen können. Aktivitäten wie Gärtnern, handwerkliche Tätigkeiten und gemeinschaftliche Mahlzeiten stärken emotionale Resilienz und soziale Beziehungen. Diese Erfahrungen lassen sich mit Konzepten der Generativität und der Selbstwirksamkeit in Verbindung bringen und verdeutlichen, dass ältere Menschen als aktive Beitragende und nicht als passive Empfängerinnen und Empfänger von Fürsorge zu verstehen sind. Gleichzeitig zeigen sich Herausforderungen bei der langfristigen Verankerung solcher Initiativen, insbesondere in ressourcenarmen Kontexten, in denen Führung und Finanzierung nicht durchgehend gesichert sind. Der Erfolg hängt massgeblich von lokal eingebetteter Koordination, anpassungsfähiger Gestaltung und relationalem Vertrauen ab.


Indem Ageing in Place als gemeinschaftsbasierter Prozess neu gefasst wird, bietet Ibasho einen praxisnahen und anpassungsfähigen Rahmen für inklusives Altern, der Partizipation, kulturelle Sensibilität und Resilienz in den Vordergrund stellt. Zugleich bleiben Einschränkungen bestehen, insbesondere die Abhängigkeit von lokalem Engagement und unsicheren (finanziellen) Ressourcen. Dennoch veranschaulicht Ibasho, wie gemeinschaftsgetragene Ansätze konventionelle Verständnisse von Ageing in Place erweitern können, indem sie soziale Prozesse und gemeinschaftliche Formen der Unterstützung betonen.

Autorenschaft:
Sarah Speck, Samira-Salomé Hüsler, Rhea Braunwalder, Emi Kiyota, 2026
Zeitschrift / Sammelband:
Wellbeing, Space and Society
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