KI im Bachelor- und Masterstudium Soziale Arbeit
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Soziale Arbeit nachhaltig und eröffnet neue Möglichkeiten. Im Berichtswesen kann sie beispielsweise administrative Arbeiten abnehmen, wodurch Fachkräfte mehr Zeit für die direkte Beziehungsarbeit mit Menschen gewinnen. Gleichzeitig ist in der Sozialen Arbeit ein kritischer Umgang mit KI unerlässlich – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz sowie der Gefahr der Reproduktion von Vorurteilen durch das Internet.
Im Studium der Sozialen Arbeit lernen Studierende die KI als nützliches Werkzeug kennen, jedoch auch deren Grenzen und Risiken kritisch zu hinterfragen, um sicherzustellen, dass der Einsatz von KI mit den Grundwerten der Sozialen Arbeit vereinbar bleibt. Das Wahlpflichtfach «Soziale Arbeit und künstliche Intelligenz» vermittelt die Grundlagen und potenzielle Einsatzgebiete der KI in der Sozialen Arbeit.
«KI in der Sozialen Arbeit» – Fachgespräch mit David Moos und Sophie Rudolph
Digitale Transformation und damit die Schwerpunkte Künstliche Intelligenz, Large Language Model, Chatbots. Inhalte, um die man heutzutage nicht mehr herumkommt. Ein Thema, das darum natürlich auch die Soziale Arbeit stark beschäftigt und verändert. Wie kann man diese neuen Werkzeuge proaktiv und nutzbringend einsetzen, ohne dabei ethische Grundsätze oder Gefahren und Risiken zu vergessen? Welche Entwicklungsansätze und Chancen bringen sie dabei mit sich? Und wie transformiert KI die Gesellschaft weiter, und damit auch den Bereich der Sozialen Arbeit?
Praxisprojekte zu KI in der Lehre
Regelmässig werden auch Praxisprojekte rund um das Thema KI von Studierendengruppen bearbeitet. So wurde in einem Projekt untersucht, wie Studierende der Sozialen Arbeit aktuell KI-Tools im Studium nutzen. Ziel des Projektes war es, bestehende Anwendungen sichtbar zu machen und ein besseres Verständnis für deren Einsatz im Studienalltag zu gewinnen sowie Möglichkeiten auszuloten, wie KI - Anwendungen innovativ an aktuelle Entwicklungen angepasst werden können. Durch einen strukturierten Rechercheprozess sowie das praktische Austesten ausgewählter, häufig genutzter KI-Tools wurden deren Potenziale und Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Gleichzeitig wurden auch Grenzen und Herausforderungen im Umgang mit diesen Technologien thematisiert. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur reflektierten Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Kontext der Sozialen Arbeit und bietet eine Grundlage für zukünftige Entwicklungen und Diskussionen in diesem Bereich. Auf den Ergebnissen aufbauend zielte ein weiteres Praxisprojekt darauf ab, konkrete Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz für den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an der OST zu entwickeln. Durch die Studierendengruppe wurden praxisnahe Ansätze erarbeitet, wie KI sinnvoll in die Lehre integriert werden könnte. Im Mittelpunkt steht ein Modul des Grundstudiums, für das innovative Lehr- und Lernformen unter Einbezug von KI konzipiert wurden. Dabei wurden die Perspektiven der Studierenden durch Interviews aktiv eingebunden, um deren Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen zu berücksichtigen.
Dieses Projekt verfolgt das Ziel, ein umsetzbares Lehr-/Lern-Szenario zu entwickeln sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrende abzuleiten. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf ethischen Fragestellungen, dem KI-Leitfaden der OST sowie auf datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen. Auf diese Weise leistet das Projekt einen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Lehre in der Sozialen Arbeit.
Im Rahmen eines weiteren internen Entwicklungsprojektes entstand ein Projektauftrag, bei welchem Studierenden bei Fachpersonen der Aufsuchende Sozialen Arbeit aus verschiedenen Handlungsfeldern ihren Bedarf zur Arbeitsdokumentation ihrer Aufsuchenden Einsätze erheben. Ziel soll sein, auf der Basis des Praxisprojektes ein KI-gestütztes Tool zu entwickeln, welches den Fachpersonen in der Praxis hilft, möglichst effizient und qualitativ hochwertig ihre Daten zu erfassen und so mehr Ressourcen für die direkte Arbeit mit der Zielgruppe bleibt.
