CAS Äussere Sicherheit
Sicherheit und Verteidigung aus grenzübergreifender Perspektive
Der CAS Äussere Sicherheit vermittelt ein ganzheitliches Verständnis der internationalen Sicherheitsarchitektur. Im Fokus stehen länderspezifische militärische Herausforderungen, konkrete Konflikte sowie deren historische, wirtschaftliche und machtpolitische Ursachen. Ebenfalls thematisiert werden technologische Entwicklungen wie Drohnen, KI und Weltraum sowie ihr Einfluss auf Kriegsführung und Machtprojektion. Ein besonderes Augenmerk gilt den Auswirkungen für die Schweiz und die EU.
Abschluss
Certificate of Advanced Studies CAS in Äussere Sicherheit (15 ECTS-Punkte)
Dauer
12 Tage, berufsbegleitend
Die Anzahl der Tage kann je nach Durchführung variieren. Es gilt der aktuelle Terminplan.
Kosten
CHF 7900.– inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)
Studienbeschreibung
Die volatile Sicherheitslage erfordert eine Analyse militärischer Herausforderungen aus konkreten Länderperspektiven sowie die Entwicklung tragfähiger Kooperationsmodelle.
Im CAS Äussere Sicherheit entwickeln Sie ein ganzheitliches Bild der internationalen Sicherheitsarchitektur. Sie analysieren konkrete Konflikte und lernen, wie sich historische Entwicklungen, wirtschaftliche Interessen und machtpolitische Kalküle der Globalplayer zu spezifischen Konfliktsituationen verdichten. Für Schweizer Teilnehmer ist dabei die Reflexion der Konsequenzen für die EU und die Schweiz besonders im Fokus.
Die Module zu technischen Revolutionen, Drohnen, KI und Weltraumentwicklung vermitteln ein Verständnis dafür, wie technologischer Wandel die Kriegsführung, Machtprojektion und internationale Beziehungen grundlegend verändert. Sie lernen zu erkennen, wo staatliche Kontrolle an ihre Grenzen stösst und wie private Akteure durch Technologiebesitz weltpolitischen Einfluss ausüben.
Durch die historische Einordnung (etwa der Monroedoktrin oder der Entwicklung Russlands und Chinas als Grossmächte) entwickeln Sie die Fähigkeit, aktuelle Entwicklungen in grössere historische Zusammenhänge einzuordnen. Dies befähigt zu differenzierten Analysen komplexer Situationen.
Insgesamt stattet Sie diese Weiterbildung mit dem konzeptionellen Rahmen, dem faktischen Wissen und den analytischen Werkzeugen aus, um in einer zunehmend komplexen und volatilen internationalen Sicherheitslandschaft kompetent zu agieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Studieninhalte
Krieg
- DIME-MODEL der Armee (Analyse und Vergleich unter den Ländern)
- Entwicklung; Geschichte
- Krieg als politisches Mittel
Frieden
- UNO als Friedensorganisation: Geschichte, Einfluss, Zukunft, Rolle der CH (Dt., A)
- OSZE als Friedensorganisation: Geschichte, Einfluss, Zukunft, Rolle der CH (Dt., A)
- IKRK: Geschichte, Bedeutung, Verhältnis zur Schweizer Aussenpolitik
- Einfluss einzelner Staaten auf internationale Friedenspolitik
Globalplayer
- USA
- Russland
- China
- EU
Konflikte
- Ukrainekrieg
- Naher Osten
- Bergkarabach
- Balkan
Organisationen
- NATO
- Art. 5 real angewendet
- Politische Konsequenzen
- Wirtschaftliche Konsequenzen
- Reale Schlagkraft
- EU
- Art. 42 EUV angewendet
- Politische Konsequenzen
- Wirtschaftliche Konsequenzen
Privatiers
- Paramilitärs
- Sicherheitsfirmen
- Starlink
- Nestlé
- Eigene Gesetze innerhalb des Staates
- Politische Einflussnahme
- Politische Einflussnahme innerhalb USA, CHINA, EU
Technische Revolutionen
- Tendenzen
- Staatliche Kontrollen
- Private Einflussnahme auf Weltpolitik
Spezialthemen
- Drohnen/Robotik
- KI
- Weltraumentwicklung
Dieser CAS kann als in sich geschlossene Weiterbildung oder als Teil des DAS Geopolitik, Wirtschaft und Sicherheitsrecht absolviert werden. Zudem ist ein MAS in Sicherheitsrecht und Sicherheitspolitik in Planung, an den dieser CAS angerechnet werden könnte.
Dozierende
Dr. Heiko Borchert
Inhaber Borchert Consulting & Research, Co-Studienleiter
EMBA FHO Oliver Grimm
Inhaber der Depol Consulting Co-Studienleiter
Zielgruppe und Zulassung
Zielgruppe
Dieser Kurs richtet sich an Mitarbeitende aus folgenden Institutionen:
- Armee
- EDA, DEZA
- Bevölkerungsschutz
- Polizei
Zulassung
Zugelassen sind Personen
- mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule oder Höhere Fachprüfung);
- mit qualifizierter Berufserfahrung;
- mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können (Prinzip Transferorientierung).
Bewerberinnen und Bewerber, die über vergleichbare Abschlüsse und entsprechende Berufserfahrung verfügen, können auf Basis einer individuellen Prüfung des Dossiers aufgenommen werden.
Abschlusskompetenzen
Nach Abschluss dieses Kurses
- verstehen Sie komplexe globale Zusammenhänge;
- verfügen Sie über ein militärstrategisches Gesamtverständnis;
- haben Sie Antizipationsfähigkeiten entwickelt;
- verfügen Sie über Wissen zu Zusammenarbeitsmöglichkeiten der Schweiz, Österreichs und gegebenenfalls Deutschlands
- sind Sie in der Lage, innovative Lösungsansätze unter Einbezug neuester Technologien zu entwickeln;
- verstehen Sie die schweizerische Sicherheitspolitik;
- sind in der Lage, durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit Perspektiven zu wechseln;
- sind Sie in der Lage, geeignete Vorbeuge- und Abwehrmechanismen zu erkennen und zu entwickeln.
Kursleitung
Dr. iur. Esther Omlin
IFL Institut für Finance und Law Kompetenzzentrum Business Law
+41 58 257 17 25 esther.omlin@ost.ch
Studienkoordination
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