Projekt SEGEL ausgezeichnet

Ein Projekt zur Selbstbestimmung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen wurde für seine besondere Leistung ausgezeichnet. Das Projektteam hat zusammen einen Gesprächsleitfaden entwickelt, mit dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam mit Fachpersonen und Angehörigen schwierige Entscheide rund um das Thema Selbstbestimmung bearbeiten und lösen können.

Das Projektteam des Zentrums für Ethik und Nachhaltigkeit (ZEN) und der Hochschule Luzern wurde für das Projekt SEGEL «Schwierige Entscheide – Gemeinsame Lösungen» von der Stauffer-Stiftung für seine besondere Leistung mit 10'000 Franken ausgezeichnet. Im Projektteam arbeiten Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen zusammen. Sie haben einen Gesprächsleitfaden entwickelt, mit dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam schwierige Entscheide rund um das Thema Selbstbestimmung bearbeiten können. Der Leitfaden unterstützt Institutionen, Fachpersonen, Eltern und Beistände im Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung mit kognitiv beeinträchtigten Menschen.

Balance zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge: Unterstützung durch Gesprächsleitfaden

«Oftmals steht bei Problemen die Frage im Raum, wie selbstbestimmt Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Entscheidungen treffen können und wann Betreuungspersonen im Sinne ihres Fürsorgeauftrags für sie entscheiden sollen», erläutert Judith Adler, Co-Leiterin, den Hintergrund des Projekts. Im Projekt wurden Fragen bearbeitet wie: Ist es richtig, dass die Fachpersonen die Süssigkeiten aller Bewohnerinnen und Bewohnern wegschliessen? Soll man in der Institution Alkohol für alle erlauben? Dürfen Paare mit einer Beeinträchtigung Sex auf ihrem Zimmer haben?

Das besondere methodische Vorgehen im Projekt bestand darin, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als gleichberechtigte Forschende zu integrieren. «Für uns ist es eine neue Herausforderung, dass wir mit unseren Anliegen auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wir uns selbst vertreten und sagen können, was für uns wichtig ist», beschreibt Karin Zingg, die als Betroffene am Projekt mitgearbeitet hat, ihre Erfahrungen.

Das Projektteam teilt seine Erfahrungen zur Bearbeitung von schwierigen Fragen und ethischen Dilemmata zum Thema Selbstbestimmung. Im Rahmen einer Dienstleistung bietet das Projektteam die Moderation von schwierigen Entscheiden an, und stellt den Gesprächsleitfaden zur Verfügung.

Die Durchführung des Projekts SEGEL wurde durch die Gebert Rüf Stiftung ermöglicht und von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) unterstützt.

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Corinne Wohlgensinger, Co-Projektleiterin, ZEN Zentrum für Ethik und Nachhaltigkeit

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Projekt SEGEL ausgezeichnet

Ein Projekt zur Selbstbestimmung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen wurde für seine besondere Leistung ausgezeichnet. Das Projektteam hat zusammen einen Gesprächsleitfaden entwickelt, mit dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam mit Fachpersonen und Angehörigen schwierige Entscheide rund um das Thema Selbstbestimmung bearbeiten und lösen können.

Das Projektteam des Zentrums für Ethik und Nachhaltigkeit (ZEN) und der Hochschule Luzern wurde für das Projekt SEGEL «Schwierige Entscheide – Gemeinsame Lösungen» von der Stauffer-Stiftung für seine besondere Leistung mit 10'000 Franken ausgezeichnet. Im Projektteam arbeiten Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen zusammen. Sie haben einen Gesprächsleitfaden entwickelt, mit dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam schwierige Entscheide rund um das Thema Selbstbestimmung bearbeiten können. Der Leitfaden unterstützt Institutionen, Fachpersonen, Eltern und Beistände im Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung mit kognitiv beeinträchtigten Menschen.

Balance zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge: Unterstützung durch Gesprächsleitfaden

«Oftmals steht bei Problemen die Frage im Raum, wie selbstbestimmt Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Entscheidungen treffen können und wann Betreuungspersonen im Sinne ihres Fürsorgeauftrags für sie entscheiden sollen», erläutert Judith Adler, Co-Leiterin, den Hintergrund des Projekts. Im Projekt wurden Fragen bearbeitet wie: Ist es richtig, dass die Fachpersonen die Süssigkeiten aller Bewohnerinnen und Bewohnern wegschliessen? Soll man in der Institution Alkohol für alle erlauben? Dürfen Paare mit einer Beeinträchtigung Sex auf ihrem Zimmer haben?

Das besondere methodische Vorgehen im Projekt bestand darin, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als gleichberechtigte Forschende zu integrieren. «Für uns ist es eine neue Herausforderung, dass wir mit unseren Anliegen auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wir uns selbst vertreten und sagen können, was für uns wichtig ist», beschreibt Karin Zingg, die als Betroffene am Projekt mitgearbeitet hat, ihre Erfahrungen.

Das Projektteam teilt seine Erfahrungen zur Bearbeitung von schwierigen Fragen und ethischen Dilemmata zum Thema Selbstbestimmung. Im Rahmen einer Dienstleistung bietet das Projektteam die Moderation von schwierigen Entscheiden an, und stellt den Gesprächsleitfaden zur Verfügung.

Die Durchführung des Projekts SEGEL wurde durch die Gebert Rüf Stiftung ermöglicht und von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) unterstützt.

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:

Corinne Wohlgensinger, Co-Projektleiterin, ZEN Zentrum für Ethik und Nachhaltigkeit