Roboter und digitale Technologien sind längst keine reine Zukunftsmusik mehr. Sie sollen Pflege und Alltag im Alter erleichtern, entlasten und neue Möglichkeiten eröffnen. Doch wie realistisch sind die Erwartungen? Der Vortrag beim MittwochsKaffee von Careproduct und der begleitende Blogbeitrag unserer Teamkollegin Simone Eicher beleuchteten Chancen und Grenzen – und werfen einen Blick in die Zukunft.
Erwartungen und Mythen
Medien zeichnen oft ein Bild humanoider Roboter, die bald am Pflegebett stehen. Schlagworte wie „Entmenschlichung der Pflege“ erzeugen Aufmerksamkeit und Ängste. Die Realität ist komplexer: Roboter können und sollen emotionale Nähe nicht ersetzen, aber sie können ergänzen – etwa bei Transport, Aktivierung oder Monitoring.
Technologien im Alltag: Pflege und Haushalt
Neben der Pflege rücken auch Haushaltshelfer in den Fokus. Staubsaugroboter, digitale Erinnerungssysteme oder soziale Robotertiere wie Paro, Joy for All oder Moflin sind Beispiele für Technologien, die bereits heute unterstützen. Sie fördern Kommunikation, wecken Erinnerungen und können beruhigen – wenn sie sinnvoll eingesetzt werden.
Warum viele Projekte scheitern
Die Forschung zeigt: Viele Systeme scheitern an Akzeptanz und Integration. Roboter müssen gewartet, geladen und in komplexe Abläufe eingebunden werden. Fehlermeldungen und hohe Kosten sind weitere Hürden. Auch ethische Fragen wie Datenschutz spielen eine zentrale Rolle.
Chancen und Grenzen
Technologie kann Routineaufgaben übernehmen und Pflegepersonen entlasten. Doch emotionale Nähe, Empathie und individuelle Betreuung bleiben menschliche Aufgaben. Erfolgreiche Implementierung braucht Zeit, Schulung und den Dialog mit allen Beteiligten.
Zukunftsausblick
Die nächsten Jahre bringen keine humanoiden Pfleger, sondern spezialisierte Systeme für Transport, Aktivierung und Monitoring. Gleichzeitig wächst das Zusammenspiel von Sensorik, KI und Telemedizin. Daraus entsteht ein neues Ökosystem für Pflege und Unterstützung im Alter – wenn wir Technik mit Augenmass und ethischer Verantwortung einsetzen.
Fazit
Technologien sind kein Allheilmittel, aber sie können einen wichtigen Beitrag leisten. Entscheidend ist, wie wir sie nutzen: als Ergänzung zum Menschen, nicht als Ersatz.
Hinweis: Der Vortrag „Roboter in der Pflege und Betreuung: Zwischen Vision und Wirklichkeit“ fand am 3. Dezember 2025 bei Careproduct statt.

