Supply Chain Risikomanagement
Supply Chain Risikomanagement ist die systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken entlang der gesamten Lieferkette. Ein professionelles Risikomanagement macht diese Verwundbarkeiten sichtbar, bewertet sie nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und entwickelt gezielte Gegenmassnahmen, bevor der Ernstfall eintritt.
Dabei spielen Lieferanten- und Sourcing-Strategien eine zentrale Rolle: Bei wem und woher bezogen wird, ist oft die wichtigste Stellschraube für eine resiliente Supply Chain.
Im Kern geht es darum, die richtigen Lieferanten für die richtigen Warengruppen zu finden, zu qualifizieren und langfristig zu entwickeln und dadurch Abhängigkeiten, Ausfallrisiken und geopolitische Verwundbarkeiten aktiv zu steuern.
Warum ist Supply Chain Risikomanagement für Schweizer Unternehmen relevant?
Für Schweizer Unternehmen, die stark in globale Wertschöpfungsnetzwerke eingebunden sind, ist die Fähigkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und strukturiert zu steuern, zu einem echten Wettbewerbsvorteil geworden.
Geopolitische Verschiebungen, Lieferkettenkrisen und regulatorische Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Supply Chains strategisch zu denken und operativ zu stärken.
Das Ziel eines professionellen Supply Chain Risikomanagements ist nicht die Illusion einer risikolosen Lieferkette, sondern eine Organisation, die weiss, wo ihre Verwundbarkeiten liegen, diese aktiv managt und im Ernstfall handlungsfähig bleibt.
Robuste Lieferantenstrategien sind dabei nicht Selbstzweck, sondern Ausdruck einer bewussten Risikosteuerung. Reshoring, Nearshoring und Friend-Shoring sind keine Modeworte, sondern reale Handlungsoptionen mit konkreten Konsequenzen für Kosten, Risiko und Resilienz.
Wie kann SCM@OST Ihr Unternehmen in Supply Chain Risikomanagement unterstützen?
- Risikoidentifikation & -bewertung
Strukturierte Analyse der Lieferkette nach Verwundbarkeiten und Abhängigkeiten. Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmass als Grundlage für eine gezielte Priorisierung.
- Lieferantenrisikomanagement
Systematische Bewertung der Lieferantenbasis nach Stabilität, Leistungsfähigkeit und strategischer Bedeutung. Identifikation kritischer Abhängigkeiten und Risiken im Lieferantennetzwerk kombiniert mit der Entwicklung von Massnahmen.
- Category Management & Make-or-Buy
Strukturierung des Beschaffungsportfolios nach strategischer Relevanz und Risikoexposition als Grundlage dafür, welche Leistungen intern erbracht, welche extern bezogen und welche geografisch diversifiziert werden sollen.
- Business Continuity Planning
Entwicklung von Notfall- und Kontinuitätsplänen für kritische Versorgungspfade, damit das Unternehmen bei Lieferantenausfällen, Transportunterbrechungen oder Marktschocks handlungsfähig bleibt.
- Regulatorische Anforderungen & ESG-Compliance
Unterstützung bei der Umsetzung gesetzlicher Sorgfaltspflichten und ESG-Anforderungen im Lieferantennetzwerk.
- Spend-Analyse & Abhängigkeitsstruktur
Datenbasierte Auswertung der Beschaffungsausgaben nach Lieferant, Warengruppe und Region um Konzentrationsrisiken zu erkennen, Diversifikationspotenziale zu identifizieren und Verhandlungsstrategien risikobewusst zu gestalten.
Ihre Ansprechperson
Prof. Dr. Katharina Luban
IPEK Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion Professorin für Supply Chain Management
+41 58 257 46 04 katharina.luban@ost.ch
