Die produzierende Industrie ist der bedeutendste Wirtschaftszweig der Schweiz – und steht gleichzeitig aufgrund der internationalen Ausrichtung unter erheblichem Wettbewerbs- und Kostendruck. Der grösste Hebel zur Effizienzsteigerung liegt im Kernprozess Produktion. Obwohl Simulationen seit Jahren als wirksames Instrument zur Prozessoptimierung gelten, werden sie in der Produktionsplanung kaum genutzt. Der Grund: Voraussetzung für den effektiven Einsatz von Simulationen ist ein Modell, das die betrieblichen Abläufe widerspiegelt. Die Erstellung solcher Modelle ist jedoch aufwändig und erfordert spezialisierte Modellbauexpertise – Fähigkeiten, die in Unternehmen oft nicht vorhanden sind.
EasySim setzt genau hier an. Mit Hilfe von KI sollen Produktionsverantwortliche Prozesse intuitiv modellieren und simulieren können – ohne tiefgehende Simulationsexpertise. Damit wird Simulation zum alltäglichen Werkzeug in der operativen und strategischen Produktionsplanung. Das Forschungsprojekt wird durch Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt und läuft über 2,5 Jahre. Das ISM Institut für Strategie und Marketing übernimmt die Projektleitung und Gesamtkoordination, während das INS Institut für Netzwerke und Sicherheit des Departements Informatik für die technische Entwicklung und Umsetzung verantwortlich ist. Federer Informatik aus dem Rheintal ist Praxispartner für die Softwareentwicklung. Die Unternehmen Huber+Suhner, Merwag Gibswil, Appenzeller Druckerei und Schenker Storen begleiten die Anwendung in der industriellen Praxis.

