Wasserstoff als Bindeglied zwischen Forschung und Industrie
Australien befindet sich in einem umfassenden Energie- und Wirtschaftstransformationsprozess und baut die Nutzung natürlicher Ressourcen für eine klimafreundliche Industrie aus. Sauberer Wasserstoff ist eine vielversprechende Energiequelle für die Industrie und Australiens strategische Partnerschaften tragen dazu bei, grosse Produktionskapazitäten für grünen Wasserstoff zu fördern. So hat Australien beispielsweise 2022 in Zusammenarbeit mit Japan die weltweit erste Lieferung von flüssigem Wasserstoff realisiert.
Vor diesem Hintergrund informierten sich H.E. Elizabeth Day und Dylan Walsh über Power-to-X-Technologien an der OST – darunter Verfahren, mit denen Strom aus erneuerbaren Quellen in langfristig speicherbare Energieträger wie Wasserstoff oder Methanol umgewandelt werden kann. Solche Technologien sind entscheidend, um Schwankungen bei der Stromproduktion aus Wind und Sonne auszugleichen.
Praxisnahe Forschung mit internationaler Strahlkraft
Vertreterinnen und Vertreter des IET Institut für Energietechnik und des SPF Institut für Solartechnik stellten der Delegation aus Australien die angewandte Forschung an der OST vor. Im Fokus standen auch spezifische Labore wie das Smart Energy Lab oder der Sensor Innovation Hub. Die australische Delegation zeigte besonderes Interesse an der Umsetzung von CO₂-basierten Power-to-X-Prozessen in der Industrie – etwa in der Kehrichtverbrennungsanlage in Horgen, wo CO₂ als Ressource genutzt wird.
Vertreter aus den Forschungsbereichen der OST sowie Rektor Prof. Dr. Daniel Seelhofer und Prof. Dr. Knut Siercks, Leiter Departement Technik, stellten Day und Walsh die praxisnahe Ausrichtung der Fachhochschule vor: Die OST arbeitet vor allem im technischen Bereich mit Infrastruktur auf Industrieniveau, um Studierende verschiedener Ingenieursdisziplinen praxisnah auf ihre Karriere vorzubereiten.
Mehr Austausch zwischen Australien und der OST
Neben der Forschung an der OST stand der Ausbau von Austauschprogrammen zwischen schweizerischen und australischen Hochschulen im Fokus. Aktuell studiert ein australischer Student an der OST; umgekehrt absolvieren sieben OST-Studierende ein Semester in Australien. Als zentrale Hürden für mehr Studierende aus Australien wurden die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sowie die Distanz identifiziert.
Botschafterin H.E. Elizabeth Day betonte: «Fortschritte können nur gemeinsam erreicht werden und beide Seiten profitieren vom partnerschaftlichen Austausch von Wissen und Menschen zwischen den Ländern.» Beide Seiten waren sich nach dem Besuch einig: Der akademische Austausch sowie die Zusammenarbeit in der Forschung sollen weiter gestärkt werden.


