OST-Studierende beleben die Zoo-Welt
Wenn der Alltag zur Herausforderung wird
Auch Tiere brauchen Abwechslung. Besonders im Zoo, wo die natürlichen Reize fehlen, ist es wichtig, sie geistig und körperlich auszulasten. Ohne passende Beschäftigung drohen Langeweile, Stress und Frust. Für Zoos ist das eine Daueraufgabe. Wie bringt man etwa Elefanten zum Spielen? Oder wie motiviert man Kinder zum umweltbewussten Verhalten? Für solche Herausforderungen fehlen oft Zeit, Ideen und Mittel. Hier kommen die Studierenden der OST ins Spiel.
Innovative Ideen aus dem Hörsaal
Im Modul «Teamkommunikation für Ingenieur:innen» am Campus Rapperswil-Jona entwickeln Studierende jedes Jahr kreative und technische Lösungen im Auftrag eines Praxispartners, wie beispielsweise Knies Kinderzoo. Die von den Studierenden vorgeschlagenen Ideen sind vielfältig: Ein Wasserspiel für heisse Sommertage, ein Spendenautomat für Biodiversitätsprojekte, ein Edukations-Parcours oder eine neue Beschäftigungsinstallation für Elefanten. Auch die heute weithin sichtbare Giraffen-Futterseilbahn am Zooeingang stammt aus diesem Modul.
Damit solche Projekte gelingen, braucht es mehr als nur Fachwissen. Im Unterricht lernen die Teams, wie sie Projektmeetings leiten, mit Auftraggebenden kommunizieren, Konflikte im Team lösen und ihre Konzepte überzeugend präsentieren. «Unsere OST-Studierenden lernen diese Kompetenzen in der Praxis nicht nur durch ‹learning by doing›, sondern vor allem auch durch die kontinuierliche Reflexion ihrer Erfahrungen, ihrer Stärken und ihrer Entwicklungspotenziale», sagt Stefan Kammhuber, Leiter des ikik Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz der OST.
Lampenfieber in der Manege
Am Ende der zwölf intensiven Projektwochen müssen sich die Studierenden beweisen. Im «Zauberhut», dem Eventzentrum des Zoos, präsentieren sie ihre Ideen vor der Direktorin des Kinderzoos, Sibylle Marti, dem Leiter des Tiermanagements, Sven Fässler, und den Dozierenden der OST. Nicht alle Konzepte werden umgesetzt – aber die Chance, das eigene Projekt in der Realität zu sehen, ist Ansporn und Auszeichnung zugleich.
Auch für die Direktion des Zoos sind die Kooperationen ein Gewinn: neue Perspektiven, technisches Know-how und frische Ideen direkt aus der Nachbarschaft. Für die Studierenden bleibt ein greifbares Resultat – und eine wertvolle Geschichte im Gepäck: Wie sie selbst als Team Herausforderungen gelöst und die Welt für Mensch und Tier ein Stück besser gemacht haben.

