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OST-Studierende beleben die Zoo-Welt

12.01.2026

Gleich neben dem Campus Rapperswil-Jona liegt ein Ort voller tierischer Herausforderungen: Knies Kinderzoo. Hier engagieren sich OST-Studierende mit Ideen, Technik und Teamgeist – zum Nutzen für Tiere, Besucherinnen und Besucher sowie die eigene berufliche Zukunft.

Zwei Studierende präsentieren in Knies Event-Location «Zauberhut» ihre innovativen Konzepte vor den Auftraggebenden.

Wenn der Alltag zur Herausforderung wird

Auch Tiere brauchen Abwechslung. Besonders im Zoo, wo die natürlichen Reize fehlen, ist es wichtig, sie geistig und körperlich auszulasten. Ohne passende Beschäftigung drohen Langeweile, Stress und Frust. Für Zoos ist das eine Daueraufgabe. Wie bringt man etwa Elefanten zum Spielen? Oder wie motiviert man Kinder zum umweltbewussten Verhalten? Für solche Herausforderungen fehlen oft Zeit, Ideen und Mittel. Hier kommen die Studierenden der OST ins Spiel.

Innovative Ideen aus dem Hörsaal

Im Modul «Teamkommunikation für Ingenieur:innen» am Campus Rapperswil-Jona entwickeln Studierende jedes Jahr kreative und technische Lösungen im Auftrag eines Praxispartners, wie beispielsweise Knies Kinderzoo. Die von den Studierenden vorgeschlagenen Ideen sind vielfältig: Ein Wasserspiel für heisse Sommertage, ein Spendenautomat für Biodiversitätsprojekte, ein Edukations-Parcours oder eine neue Beschäftigungsinstallation für Elefanten. Auch die heute weithin sichtbare Giraffen-Futterseilbahn am Zooeingang stammt aus diesem Modul.

Damit solche Projekte gelingen, braucht es mehr als nur Fachwissen. Im Unterricht lernen die Teams, wie sie Projektmeetings leiten, mit Auftraggebenden kommunizieren, Konflikte im Team lösen und ihre Konzepte überzeugend präsentieren. «Unsere OST-Studierenden lernen diese Kompetenzen in der Praxis nicht nur durch ‹learning by doing›, sondern vor allem auch durch die kontinuierliche Reflexion ihrer Erfahrungen, ihrer Stärken und ihrer Entwicklungspotenziale», sagt  Stefan Kammhuber, Leiter des ikik Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz der OST.

Lampenfieber in der Manege

Am Ende der zwölf intensiven Projektwochen müssen sich die Studierenden beweisen. Im «Zauberhut», dem Eventzentrum des Zoos, präsentieren sie ihre Ideen vor der Direktorin des Kinderzoos, Sibylle Marti, dem Leiter des Tiermanagements, Sven Fässler, und den Dozierenden der OST. Nicht alle Konzepte werden umgesetzt – aber die Chance, das eigene Projekt in der Realität zu sehen, ist Ansporn und Auszeichnung zugleich.

Auch für die Direktion des Zoos sind die Kooperationen ein Gewinn: neue Perspektiven, technisches Know-how und frische Ideen direkt aus der Nachbarschaft. Für die Studierenden bleibt ein greifbares Resultat – und eine wertvolle Geschichte im Gepäck: Wie sie selbst als Team Herausforderungen gelöst und die Welt für Mensch und Tier ein Stück besser gemacht haben.

Eine Studentin der OST streichelt in Knies Kinderzoo, Rapperswil-Jona, einen Elefanten.
Eine Studentin der OST bei der Ortsbesichtigung im Elefantengehege für eines von vielen Praxisprojekten in Knies Kinderzoo.