Frauen «machen» noch immer weniger häufig «Karriere»

Der 8. März ist «Internationaler Tag der Frau» und macht weltweit auf die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam. Das ist auch nötig, denn Frauen können im Arbeitsleben ihre Potenziale oft nicht entfalten und sind nach wie vor seltener in Führungspositionen und Geschäftsleitungen zu finden, wie eine Untersuchung der OST – Ostschweizer Fachhochschule zeigt.

Der Weg ganz nach oben ist kein Spaziergang. Eher eine Wanderung mit vielen Hindernissen. Für Männer. Für Frauen gleicht der Weg nach oben aber eher einer Bergtour. Ein stimmiges Bild, das zu einer Umfrage des Instituts für Organisation und Leadership (IOL) an der OST – Ostschweizer Fachhochschule passt. 250 Frauen im Alter 40plus aus klein- und mittelgrossen Unternehmen wurden zu ihrer Karrierelaufbahn befragt – «mehr als 50 Prozent der befragten Frauen über 40 sehen keine Aussicht auf einen Aufstieg in ihrer aktuellen Position», schreiben Nermina Beganovic, Sibylle Olbert-Bock, Abdullah Redzepi und Nicole Bischof in einer Fachpublikation.

Tiefer Frauenanteil in der Geschäftsleitung der Schweizer Industrie

«Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen deutlich, dass Frauen zu oft ihre Potenziale nicht entfalten können und damit unter ihren Möglichkeiten bleiben», schreibt das Forschungsteam weiter. Dies treffe insbesondere auch für eine Laufbahn im industriellen Umfeld zu. «Mit nur sieben Prozent Frauenanteil in Geschäftsleitungen präsentiert sich die Schweizer Industrie mit dem tiefsten Wert im Vergleich zu anderen Branchen», sagt Lisa Marie Giermindl, Professorin am IOL.

Frauen machen ein Unternehmen erfolgreicher

Eine Tagung unter dem Motto «Woman’s Careers – wie macht frau Karriere» soll Antworten liefern. Zu den Gästen gehört Nani Cristina Nold, Diversity, Inclusion & Work Well Managerin beim Versicherungskonzern Allianz Suisse AG. «Unternehmen mit hoher Gender-Diversität haben eine um 25 Prozent und damit signifikant grössere Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittlich profitabel zu sein», zitiert sie aus einer McKinsey-Studie.

Ebenfalls mit dabei ist Christine Egger-Schöb, Geschäftsführerin des Gamser Holzbausystembau Unternehmens Schöb AG, Präsidentin des im Januar 2022 gegründeten Vereins Pro Familia Ostschweiz und Mitglied auf «alphaberta.ch» – ein Projekt des gemeinnützigen Vereins «Helvetia spricht». Auf dieser Plattform können sich kompetente Geschäftspartnerinnen, Referentinnen und Spezialistinnen kostenlos registrieren und so für Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops oder Medienauskünfte gebucht werden. Die Sichtbarkeit von Ostschweizer Fachexpertinnen wird so gezielt gestärkt und sie erhalten ihren verdienten Platz auf der «Ostschweizer Bühne». 

Mehr Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.