Forschungsprojekt
Blades statt Kufen - Tempo auf Kunststoffeis
Für ein Fahrtgefühl wie auf echtem Eis hat das IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung gemeinsam mit Green Hockey die «Sharkblades» für Kunststoff-Eisflächen entwickelt.
Ausgangslage
Steigende Energiekosten und klimatische Veränderungen erschweren den langfristigen Betrieb konventioneller Eishallen. Synthetische Eisflächen stellen eine potenziell nachhaltigere Alternative dar, weisen jedoch bislang deutliche Defizite im Gleit- und Fahrverhalten auf. Das von Green Hockey gemeinsam mit dem IWK entwickelte System «Sharkblades» adressiert genau diese Schwachstelle: Durch eine neuartige konstruktive Lösung für die Kufen wird das Fahrgefühl auf Kunststoffeis an jenes auf Natureis angenähert.
Vorgehen
Im Zentrum der Entwicklung stand die Idee, klassische Kufen durch eine Reihe scharfkantiger, hochbelastbarer Rollen zu ersetzen. Die technische Umsetzung stellte hohe Anforderungen an Geometrie, Werkstoffwahl und strukturellen Aufbau. In mehreren Iterationsschleifen wurden Kontaktmechanik, Steifigkeit, Verschleissverhalten und Anordnung der Rollen systematisch optimiert. Ziel war es, mechanische Robustheit und Dauerhaltbarkeit mit einem realistischen Beschleunigungs-, Gleit- und Bremsverhalten in Einklang zu bringen.
Resultat
Die Sharkblades können an bestehenden Schlittschuhmodellen montiert werden und verbessern die Gleit- und Stoppfähigkeit auf synthetischen Eisflächen deutlich. In Kombination mit der Oceanice-Eisfläche entsteht ein Fahrerlebnis, das demjenigen auf echtem Eis sehr nahekommt – ein qualitativer Fortschritt gegenüber bisherigen Lösungen. Die Technologie eröffnet damit neue Perspektiven für energieeffiziente Eisflächen und kann zur weiteren Verbreitung des Schlittschuh- und Eishockeysports beitragen, insbesondere in Regionen mit ungünstigen klimatischen Bedingungen.
Laufzeit: 02.01.2023 - 29.09.2023
Kooperation:

