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Forschungsprojekt

Lago Bianco

Der Lago-Bianco-Damm ist eine Staumauer aus Beton in Schwergewichtsbauweise, die im Jahr 1911 errichtet wurde. Die Höhe der Staumauer wurde 1942 von 12 m auf 16 m erhöht.

 

Die Staumauer wird mit mehreren konventionellen Sensoren präzise überwacht, darunter Extensometer, Piezometer, Thermoelemente, Fugenmessgeräte, GPS- und geodätische Instrumente. Obwohl die bestehenden Sensoren für die Überwachung der Staumauer ausreichend sind, wurde zusätzlich ein verteiltes faseroptisches Überwachungssystem (DFOS) installiert.

Das Hauptziel bestand darin, die Messungen der konventionellen Sensoren – insbesondere Dehnung, Temperatur und die Entwicklung von Rissen im Beton – zu verifizieren, jedoch mit einer deutlich höheren räumlichen Auflösung. Die DFOS wurden in einem zweidimensionalen Raster auf der wasserseitigen (unterstromseitigen) Oberfläche der Staumauer installiert und über einen Zeitraum von mehr als vier Monaten in unterschiedlichen Zeitintervallen ausgelesen.

Die DFOS ermöglichten genaue und präzise verteilte Messungen der Temperatur- und Dehnungsänderungen an der Dammoberfläche. Die erhobenen Daten stimmen gut mit den lokalen Messungen der konventionellen Sensoren überein. Darüber hinaus erlauben die DFOS ein umfassenderes Verständnis des mechanischen Verhaltens der Staumauer.