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Forschungsprojekt

Modellvorhaben ARE | Kanton Glarus

Bei den Modellvorhaben zur nachhaltigen Raumentwicklung 2025-2030 des Bundes steht unter anderem Das Thema "Zentrumsfunktionen in ländlichen Regionen und Berggebieten stärken" im Fokus. Das IRAP begleitet dazu im Auftrag des Kantons Glarus während zwei Jahren ein Projekt, das die mobilitätsverträgliche Innenentwicklung von grossflächigen Arealen untersucht.

Das IRAP begleitet im Auftrag des Kantons Glarus während zwei Jahren ein Modellvorhaben des Bundes zur mobilitätsverträglichen Innenentwicklung von grossflächigen Arealen. Unser Institut übernimmt dabei die fachliche Bearbeitung sowie die Moderation des Prozesses zwischen den beteiligten Akteuren aus Bund, Kanton, Gemeinden, Immobilienentwicklern und Mobilitätsanbietern. 

Im Zentrum des Projekts steht die Weiterentwicklung bestehender Industrieareale mit neuen Nutzungen. Betrachtet werden beispielhaft die Areale Jenny, Fritz Landolt und Biäsche sowie der Flugplatz Mollis in der Gemeinde Glarus Nord. Ziel ist es, die Transformation dieser ehemaligen Produktionsstandorte so zu gestalten, dass Fragen der Erreichbarkeit und der standortbezogenen nachhaltigen Mobilität frühzeitig berücksichtigt werden und zusätzliche Verkehrsbelastungen auf den kantonalen Hauptachsen möglichst gering gehalten werden können. Eine zentrale Grundlage für den angestrebten hohen Nutzungsanteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel ist die Stärkung der bestehenden Zentren sowie eine ausreichende Nutzungsmischung im Bestand und bei Neuentwicklungen. 

Das Projekt bietet zugleich einen Raum zur Reflexion für anderen Vorhaben, in dem zentrale Fragen der qualitativen und nachhaltigen Innenentwicklung gemeinsam untersucht werden. Welche Faktoren fördern den gesamthaften Erfolg, und wie können wirtschaftliche Interessen und gesellschaftlicher Nutzen auf Ebene Nutzungen und Mobilität zwischen den beteiligten Akteuren im Prozess entwickelt werden? Welche Vereinbarungen sind zu Beginn eines Projekts besonders entscheidend?  

Das Vorhaben ist Teil des Programms «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2025–2030» des Bundesamts für Raumentwicklung ARE. Mit den Modellvorhaben fördert der Bund neue Ansätze und Methoden: Lokale, regionale und kantonale Akteure erhalten einen Anreiz, Lösungsideen in den vom Bund gesetzten Schwerpunkten zu entwickeln und vor Ort zu erproben. Das Erreichte und Gelernte sollen verankert werden und als Vorbild für andere Vorhaben dienen.  

Im Rahmen des Programms werden ausgewählte Projekte finanziell und fachlich unterstützt sowie der Austausch zwischen den Projektträgern gefördert. 

Laufzeit: 01.03.2026 - 31.12.2027