Forschungsprojekt
Simulation statt Feldtests für Alpinski
Zusammen mit dem Schweizer Skihersteller zai hat das IWK den Entwicklungsprozess von Alpinski deutlich verkürzt: Durch Simulationen können kosten- und zeitintensive Feldtests und die Anzahl von Entwicklungsschleifen reduziert werden.
Ausgangslage
Im Projekt «Holiski» verfolgen das IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung und der Schweizer Skihersteller zai einen ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung von Alpinski. Ziel ist es, den klassischen, stark iterativen Entwicklungsprozess durch eine Kombination aus Finite-Elemente-Simulation (FEM), experimenteller Validierung und gezielten Praxistests effizienter und objektiver zu gestalten.
Vorgehen
Mithilfe numerischer Simulationen werden zentrale mechanische und dynamische Eigenschaften von Materialkombinationen – wie Steifigkeit, Dämpfung, Laufruhe, Auftrieb und Kurvenverhalten – bereits in frühen Entwicklungsphasen analysiert. Ergänzend wurde ein spezieller Skiprüfstand entwickelt, der es erlaubt, Material- und Geometrieparameter unter reproduzierbaren Bedingungen zu messen und mit den Simulationsergebnissen abzugleichen. Dadurch können Prototypen gezielt optimiert und kosten- sowie zeitintensive Feldtests reduziert werden.
Resultat
Ein besonderer Fokus liegt auf der Abbildung komplexer Materialverbunde sowie auf der Bewertung nachhaltiger Werkstoffe, etwa recycelter Kunststoffe oder alternativer Dämpfungsmaterialien. Die Verknüpfung objektiver Messdaten mit subjektiven Fahreindrücken bildet die Grundlage für digitale Zwillinge von Skimodellen und ermöglicht eine nutzerorientierte Weiterentwicklung. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu leistungsfähigeren, nachhaltigeren und datenbasiert entwickelten Alpinski der nächsten Generation. Trotz der Möglichkeiten von Simulation und objektiver Prüftechnik muss der subjektive Fahreindruck unbedingt miteinbezogen werden, aber es ist nur noch eine reduzierte Anzahl Entwicklungsschlaufen notwendig.
Kooperation:


