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Forschungsprojekt

Status Quo und Prognose der Einsatzentwicklung im Rettungsdienst anhand der Versorgungsregion Nordost Tirol

Zur Förderung der Evidenz im österreichischen Rettungsdienst hat die Arbeiterkammer Mitte 2023 eine Studie zur Personalbedarfsrechnung für Diplomierte Notfallsanitäter:innen beauftragt. Der resultierende Ergebnisbericht soll möglichst allen Interessent:innen zur Verfügung gestellt werden.

Der interaktive Studienbericht gliedert sich in drei Abschnitte.

Teil 1: IST-Analyse Rettungswesen

Teil 2: Patient:innencharakteristik

Teil 3: Prognose und Bedarfsrechnung

Kernpunkte der Studie:

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst steigen seit Jahren kontinuierlich und übertreffen jene aus dem demographischen Wandel zu erwartenden Effekte

Einsätze mit geringer Dringlichkeit und zu Menschen ab 65 Jahren bestimmen den rettungsdienstlichen Alltag

1/4 aller Einsätze führen zu Mehrfachnutzer:innen, also Patient:innen die ab 3x / Jahr einen Einsatz auslösen. Spitzenwert eines/einer Patient:in liegt bei 75 Einsätzen / Jahr

Das Versprechen an die Bevölkerung, bei einem Notfall in weniger als 15 Minuten vor Ort zu sein kann nicht mehr durchgängig eingehalten werden.

In einer Simulation der Einsatzentwicklung bis 2030  zeigt sich, dass trotz hohem zusätzlichem Ressourceneinsatz lediglich eine Abschwächung der Verschlechterung erreicht werden kann. Es wären demnach stetig neue Ressourcen notwendig.

Diplomierte Notfallsanitäter:innen können durch ein neues Berufsbild eine Schlüsselrolle in der Notfallversorgung einnehmen.

Dafür sind österreichweit zumindest 4.000 Absolvent:innen notwendig.

Diese können an 9 Fachhochschulen ausgebildet werden, was einen Finanzierungsbedarf von jährlich 10.000.000 € entspricht

Projektfinanzierung:

Arbeiterkammer Wien