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Forschungsprojekt

Three Point

Das Projekt Three Point befasste sich mit der umfassenden Auswertung von Pfahlversuchen an Kelly-Bohrpfählen und der Verknüpfung konventioneller geotechnischer Messmethoden mit innovativer faseroptischer Messtechnik. Ziel des Projekts war es, das Trag- und Verformungsverhalten der Pfähle detailliert zu untersuchen und die Lastabtragung entlang des Pfahlmantels und am Pfahlfuss besser zu verstehen

An drei Versuchsstandorten wurden statische Last-Setzungs-Versuche nach SIA 267/1 durchgeführt und die Pfähle zusätzlich mit faseroptischen Dehnungsmesskabeln instrumentiert. Dadurch konnten hochaufgelöste, kontinuierliche Dehnungsprofile entlang der gesamten Pfahllänge erfasst werden. Diese Messungen ermöglichten eine direkte Beobachtung der Mobilisierung der Mantelreibung in den verschiedenen Baugrundschichten.

Die Versuchsergebnisse wurden analytisch nach Randolph ausgewertet und anschliessend zur Kalibrierung eines numerischen Baugrundmodells in PLAXIS verwendet. Der Vergleich zwischen Messungen, analytischer Auswertung und numerischer Modellierung zeigte eine gute Übereinstimmung und bestätigte die Annahmen zu Baugrundsteifigkeiten, Schichtgrenzen und Lastabtragungsmechanismen. Insbesondere konnte der positive Einfluss der Einbindung der Pfahlspitze in steifere eiszeitliche Seeablagerungen nachvollzogen werden.

Project Three Point zeigt, wie durch die Kombination von Feldversuchen, faseroptischer Messtechnik und numerischer Modellierung eine deutlich verbesserte Transparenz und Sicherheit in der Pfahlbemessung erreicht werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung geotechnischer Baugrundmodelle und zur praxisnahen Optimierung von Pfahlgründungen.