Anfang Juni 2026 reisten 13 Master-Studierenden des MSE ReLa zusammen mit den Professorinnen Tanja Herdt (Fachgebiet Städtebau) und Susanne Karn (Fachgebiet Landschaftsarchitektur) für eine einwöchige Seminarreise in die beiden eng miteinander verflochtenen Nachbarstädte Wien und Bratislava. Das Programm fokussierte insbesondere auf Fragestellungen des sozialen Wohnungsbaus und der Klimaadaption.
Historische und aktuelle Städtebauprojekte
Der erste Teil der Reise führte in die österreichische Hauptstadt Wien. Bei zahlreichen Führungen und Besichtigungen erhielten die Studierenden dort Einblicke in verschiedene Epochen der Stadtentwicklung, von der barocken Innenstadt, über modernistische Einflüsse bis hin zu ikonischen Wohnbauprojekten wie dem Karl-Marx-Hof, die in der Zwischenkriegszeit während der Phase des «Roten Wiens» entstanden. Neben historischen Bauten und Quartieren wurden auch aktuelle städtebauliche Entwicklungsprojekte besichtigt, beispielsweise das «Supergrätzl» im Stadtteil Favoriten, die Wiener Version eines Superblocks, oder die «Seestadt Aspern», eines der grössten aktuellen Stadtentwicklungsprojekte Europas.
Während den Führungen hatten die Studierenden mehrfach Gelegenheit mit Vertretern und Vertreterinnen aus der Stadtverwaltung sowie mit Fachpersonen von der technischen Universität Wien ins Gespräch zu kommen. Besuche in Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros ermöglichten zudem spannende Einblicke in die aktuelle Planungspraxis.
Einblick in die slowakische Planungspraxis
In der zweiten Hälfte der Reise, besuchte die Gruppe die slowakische Hauptstadt Bratislava, die nur 50 Kilometer von Wien entfernt liegt. Dort standen aktuelle Stadtentwicklungsprojekte und die Transformation des öffentlichen Raums im Fokus. Der Besuch beim Metropolitan Institute Bratislava (MIB) und beim Planungsbüro Compass gaben spannende Einblicke in die Planungskultur der Slowakei. Ein Stadtspaziergang entlang verschiedener Transformationsprojekte im öffentlichen Raum zeigte aktuelle Ansätze der Stadterneuerung. Weitere Perspektiven boten eine Velotour durch die weitläufige Plattenbausiedlung Petržalka sowie ein Rundgang durch den Dachgarten des Nivy-Zentrums.




