Feierabendgespräch: Macht und Wissenschaft
Im Jahr 1633 wurde Galileo Galilei wegen seiner Beobachtungen der Planetenbewegungen zum Hausarrest verurteilt. Im Jahr 1973 (also 340 Jahre später) ist ein ähnliches Schicksal dem Forschungsteam hinter «Die Grenzen des Wachstums» widerfahren. Galileo hatte festgestellt, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist. Meadows et al. stellten fest, dass die Erde endlich ist. Beide Aussagen waren richtig, aber «wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd», wie das Sprichwort sagt. Leider war die kapitalistische Inquisition des späten 20. Jahrhunderts mächtiger als ihr katholisches Pendant im 17. Jahrhundert, und die Ideale der Aufklärung wurden somit in den 1970er-Jahren wenigstens teilweise aufgegeben.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Feierabendgespräche» wird Prof. Dr. Henrik Nordborg an diesem Abend das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Macht analysieren. Der Vortrag wird zeigen, dass auch die moderne Wissenschaft ständig unter Druck steht, «das Richtige» herauszufinden.
Datum: Mittwoch, 11. März 2026
Zeit: 17:10 Uhr
Ort: OST – Ostschweizer Fachhochschule, Campus Rapperswil-Jona, Gebäude 3, Raum 3.008
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.
Ein EEU-Seminar des Studiengangs Erneuerbare Energien und Umwelttechnik.
