Technologische Innovationen und Alter(n)
Am Kompetenzzentrum für technologische Innovationen im Alter(n) verstehen wir unter technologische Innovationen neue Geräte und digitale Lösungen, die den Alltag älterer Menschen erleichtern, ihre gesellschaftliche und digitale Teilhabe stärken und ihre Lebensqualität verbessern.

Gesellschaftliche Relevanz
Technologische Innovationen entfalten ihr Potenzial nur dann, wenn sie von älteren Menschen und ihrem Umfeld als sinnvoll, zugänglich und hilfreich erlebt werden. Deshalb schaffen wir Erfahrungsräume, in denen Technologien ausprobiert, hinterfragt und gemeinsam weiterentwickelt werden können – etwa im Rahmen von Ausstellungen und Feldtestungen. Technische Produkte ausprobieren und erleben zu können sind wesentlich, um Barrieren abzubauen: Nur wer den persönlichen Nutzen einer Technologie erkennt, ist bereit, sie anzunehmen und in den Alltag zu integrieren. Unser Anspruch ist es, Innovationen mit Wirkung zu entwickeln. Dabei orientieren wir uns an Grundsätzen wie Partizipation und Inklusion sowie an ethischen Aspekten. Wir verstehen uns als Brückenbauenden zwischen Disziplinen, Akteurinnen und Akteuren und Generationen.
Unser Ziel ist es, Technologieentwicklungen zu unterstützen, damit sie nicht nur funktional, sondern auch verantwortungsvoll sind. Wir verstehen Technologie nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur Förderung von Lebensqualität, gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung.
Fokusthemen
Unsere inhaltlichen Fokusthemen liegen in den Bereichen digitale Teilhabe, Mensch-Technik-Interaktion, robotische Assistenzsysteme, Technikakzeptanz und Co-Creation.
Lebenslanges Lernen

Wir befassen uns mit Bildung und Kompetenzentwicklung im Alter – mit besonderem Fokus auf digitalen Kompetenzen. Ziel ist es, älteren Menschen den Zugang zu neuen Technologien und Wissen zu erleichtern, ihre Selbstständigkeit zu fördern und soziale Teilhabe zu stärken. Auch im Umgang mit innovativen Technologien braucht es neue Lernformate, auf die Bedürfnisse und Interessen von Älteren abgestimmt.
Digitale Teilhabe

Digitale Teilhabe bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildung – Zugang zu digitalen Technologien und Angeboten haben und diese aktiv nutzen können. Wir erforschen, wie digitale Inklusion im Alter gelingen kann – auch im Hinblick auf neue Entwicklungen wie soziale Robotik – und entwickeln entsprechende Formate und Angebote.
Technikakzeptanz und -kompetenz

Wir untersuchen, welche Faktoren die Akzeptanz technischer Hilfsmittel im Alter beeinflussen, wie etwa persönliche Einstellungen, Vorerfahrungen oder das soziale Umfeld. Dabei stehen auch Systeme im Fokus, die als Begleiter oder Unterstützer im Alltag älterer Menschen eingesetzt werden können. Gleichzeitig beabsichtigen wir, technische Kompetenz durch passende Formate und partizipative Entwicklungsansätze zu fördern.
Living Labs
In unserem Living Lab testen wir technologische Lösungen direkt im Alltag älterer Menschen um Bedarfe, Chancen und Barrieren besser zu verstehen.
Ein Living Lab ist ein „belebtes Labor“ – also ein realer Erfahrungsraum. Anders als klassische, künstliche Labore finden Tests hier im Alltag von älteren Menschen statt: in ihren Privathaushalten oder in Institutionen wie Alters- oder Pflegeheimen. Ziel ist es, Innovationen langfristig und praxisnah zu testen. Mit ihrer Teilnahme wirken ältere Menschen partizipativ an der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen mit. Das Konzept versteht sich als Gegenentwurf zu kurzfristigen Tests in künstlichen Laboren.
Aktuelle Projekte des IAF
Forschungsprojekt
VIRAS: Barrierefreies Einkaufen
Das ILT Institute for Lab Automation and Mechatronics der OST entwickelt in enger Kooperation mit Schweizer Blindenverbänden einen autonomen Einkaufswagen für blinde und sehbehinderte Menschen. VIRAS navigiert sie durch das Geschäft und hilft, das gewünschte Produkt im Regal zu erkennen. Der Benutzerkreis von VIRAS soll zudem…
Forschungsprojekt
«InGe Gespräch» Der Einsatz eines innovativen Dialogformats für Förderung der intergenerationellen Begegnung in Pflegeeinrichtungen und Kitas
Intergenerationelle Programme fördern Begegnungen zwischen Jung und Alt und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz ihres Potenzials fehlen in der Schweiz stabile Strukturen für ihre nachhaltige Verankerung in Betreuungseinrichtungen. Das Projekt setzt hier an und bringt verschiedene Akteur:innen im Rahmen eines…
Team
Simone Eicher
IAF Institut für Altersforschung Leiterin Kompetenzzentrum Technologische Innovationen und Alter
+41 58 257 16 18 simone.eicher@ost.ch
Cora Pauli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
IAF Institut für Altersforschung Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Stellvertretung für Simone Eicher)
+41 58 257 18 86 cora.pauli@ost.ch
Rhea Braunwalder, M.A.
IAF Institut für Altersforschung Wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 58 257 18 97 rhea.braunwalder@ost.ch
Monika Freund Schoch
IAF Institut für Altersforschung Wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 58 257 17 04 monika.freund@ost.ch
Cornelia Ursprung
IAF Institut für Altersforschung Wissenschaftliche Mitarbeiterin
+41 58 257 13 13 cornelia.ursprung@ost.ch
