CAS Interkulturelle Kompetenz

Sich entwickeln – Andere fördern – Impulse setzen

Infolge der Globalisierung ist die Zusammenarbeit mit Menschen anderer kultureller Sozialisation in allen gesellschaftlichen und professionellen Bereichen zum Alltag geworden. Im CAS Interkulturelle Kompetenz lernen die Teilnehmenden, interkulturelle Arbeitssituationen produktiv zu gestalten, interkulturelles Lernen bei anderen zu fördern und als Multiplikator oder Multiplikatorin für interkulturelles Lernen in der eigenen Organisation und darüber hinaus zu wirken. 

Dass die Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener Kulturen gelingt, ist keine Selbstverständlichkeit. Es bedarf interkultureller Expertise und interkultureller Kompetenz, damit Aufgaben erfüllt sowie Beziehungen aufgebaut und gepflegt werden können. Interkulturelle Kompetenz unterstützt zudem die eigene Motivation und Leistungsfähigkeit.

Im Zertifikatslehrgang (CAS) Interkulturelle Kompetenz setzen sich die Teilnehmenden persönliche Lern- und Entwicklungsziele, erwerben aktuelles interkulturelles Wissen und lernen, dieses Wissen und diese Kompetenz entlang ihrer individuellen Ziele und ihres beruflichen Kontextes praktisch anzuwenden.  Der CAS basiert auf einem Blended-Learning-Konzept (Präsenz und Distance Learning), was zu einer besonders guten Vereinbarkeit von Beruf und Weiterbildung beiträgt. 

Auf einen Blick

Abschluss

Certificate of Advanced CAS in Interkulturelle Kompetenz (15 ECTS-Punkte)

Schwerpunkte

  • Das Eigene erkennen und die interkulturelle Dynamik verstehen
    (22./23. Oktober 2021)
     
  • Das Fremde verstehen lernen
    (19./20. November 2021)
     
  • Interkulturell produktiv kommunizieren und beraten
    (10./11. Dezember 2021)
     
  • Interkulturelles Lernen fördern
    (14./15. Januar 2022)
     
  • Bi- und multikulturelle Teams steuern
    (11./12. Februar 2022)
     
  • Transfer in die Praxis 
    (18./19. März 2022)

Nutzen

Die Teilnehmenden verstehen, wie Kultur ihr eigenes Handeln und das ihrer Kooperationspartnerinnen und -partner beeinflusst. Auf dieser Grundlage können sie ihre jeweiligen beruflichen Situationen flexibler und zielführender gestalten.

Dauer

Berufsbegleitend während 6 Monaten, 12 Präsenztage (2 Tage pro Monat, in der Regel Freitag/Samstag)
(Anzahl Präsenztage variiert je nach Lehr- und Lernform. Verbindlich ist der aktuelle Terminplan.)

Kosten

CHF 7 500, inkl. Unterlagen, Leistungsnachweisen und Zertifikat (Preisänderungen vorbehalten)

Zulassung

Anerkannter Tertiärabschluss, mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung, Tätigkeit in einem entsprechenden Arbeitsfeld 

Durchführungsort

Campus Rapperswil-Jona

Beginn

22. Oktober 2021

Der Zertifikatslehrgang umfasst folgende Inhalte:

Das Eigene erkennen und die interkulturelle Dynamik verstehen

  • Grundbegriffe und psychologische Dynamik interkultureller Zusammenarbeit
  • Entwicklung kultureller Identität und ihre Auswirkung auf das eigene Handeln
  • Erfassung der interkulturellen Kompetenz und Ableitung von Entwicklungszielen

Das Fremde verstehen lernen

  • Kulturelle Unterschiede im Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Handeln und Kommunizieren anhand wissenschaftlicher Modelle und Forschungsergebnisse nachvollziehen lernen
  • Flexibel handeln können in den eigenen interkulturellen Situationen

Interkulturell produktiv kommunizieren und beraten

  • Herausforderungen bei der Einpassung in neue Kulturen (Migration, Akkulturation, Integration)
  • Interkulturelle Beratungs-Methode zur Unterstützung im Einpassungsprozess
  • Anwenden auf die individuellen interkulturellen Situationen

Interkulturelles Lernen fördern

  • Interkultureller Lernprozess
  • Methoden und Techniken zur Förderung interkulturellen Lernens
  • Eigene interkulturelle Lerneinheiten und Workshops gestalten

Bi- und multikulturelle Teams steuern

  • Dynamik interkultureller Teamarbeit
  • Arbeiten und Führung in (virtuellen) interkulturellen Teams

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.

Zielgruppe

Dieser Lehrgang richtet sich an Fach- und Führungskräfte bzw. Lehrpersonen im Bildungs- und Gesundheitssektor, in Wirtschaft und Verwaltung, in Militär und Polizei, die sich in interkulturellen Kontexten flexibel bewegen wollen/müssen, ihre eigene interkulturelle Kompetenz ausbauen und darüber hinaus interkulturelles Lernen in ihrer eigenen Institution fördern wollen.

Zulassung

Zugelassen sind Personen

  • mit einem anerkannten Tertiärabschluss (Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule sowie Technikerschule oder Höhere Fachprüfung);
  • mit qualifizierter Berufserfahrung;
  • mit einer Tätigkeit in einem Arbeitsfeld, in dem sie das Gelernte umsetzen können

Sie bringen eine andere Vorbildung mit? Falls Sie die Aufnahmebedingungen nicht erfüllen, jedoch eine adäquate Berufserfahrung im Bereich des Themengebiets vorweisen können, ist eine Aufnahme «sur Dossier» möglich. Gerne führen wir ein persönliches Gespräch. 

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Lehrgangs

  • kennen und erkennen den Einfluss der Kultur auf das berufliche Handeln;
  • können anhand wissenschaftlich fundierter Methoden und Modelle andere Kulturen beschreiben und nachvollziehen;
  • verstehen die Dynamik der interkulturellen Zusammenarbeit;
  • integrieren unterschiedliche kulturelle Perspektiven in das eigene Handeln und fördern interkulturelle Kooperation;
  • gestalten interkulturelle Kommunikations- und Beratungssituationen personen- und lösungsorientiert;
  • verstehen, wie sich interkulturelles Lernen und Lehren vollzieht und können kleinere interkulturelle Lerneinheiten und Workshops selbständig konzipieren und anleiten;
  • steuern erfolgreich interkulturelle Teams personen- und lösungsorientiert.

In diesem Lehrgang unterrichten Dozentinnen und Dozenten mit langjähriger Erfahrung und interkultureller Expertise. Sie verfügen über eine breite internationale Vernetzung in Praxis und Forschung. Unterstützt werden sie von internationalen Gastreferentinnen und -referenten. 

Prof. Dr. Stefan Kammhuber

«Interkulturelle Kompetenz ist weit mehr als Toleranz oder allgemeine Offenheit. Sie bedarf interkulturellen Wissens, wenn die Zusammenarbeit und das Zusammenleben in der Globalisierung auf Dauer gelingen soll.»

 

Prof. Dr. Stefan Kammhuber ist Diplompsychologe und Sprechwissenschaftler. Er leitet das IKIK Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Seit über 25 Jahren ist er als interkultureller Forscher, Berater, Trainer und Coach tätig – sowohl für Unternehmen, soziale Einrichtungen, Verwaltungen und (Hoch-)schulen als auch für Migrations- und Flüchtendendienste, Spitäler, Militär und Polizei sowie viele weitere Bereiche. Zu seinem Spezialgebiet gehören interkulturelles Lernen und interkulturelles Training. Er ist Fellow der International Academy of Intercultural Research, hat einschlägige Publikationen verfasst und verfügt über ein breites internationales Netzwerk in Forschung und Praxis. Zudem ist Stefan Kammhuber mit Auszeichnungen für exzellente Forschung und hervorragende Lehre prämiert worden. 

Dr. Christa Uehlinger

«Kulturelle Unterschiede sind für mich keine Probleme, sondern Chancen, die man für bessere Zusammenarbeit und innovative Lösungen nutzen kann.»

 

 

Dr. iur. Christa Uehlinger weist eine breite internationale Erfahrung als Coach, Trainerin, Beraterin und Managerin aus. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete sie über zehn Jahre in global tätigen Unternehmen in verschiedenen Branchen. Heute führt sie mit christa uehlinger linking people ihr eigenes Unternehmen und arbeitet mit Menschen aus unterschiedlichen Professionen (bspw. Verwaltung, Gesundheit, Polizei und Militär sowie Wirtschaft). Zudem ist sie als Dozentin für interkulturelle Kommunikation und Kompetenz tätig. Sie hat am ICI in Portland/Oregon ein Studium in interkultureller Kommunikation absolviert und ihr Profil mit einem Certificate in Psychosynthesis abgerundet. 2019 lehrte Christa Uehlinger vier Monate lang als Rooney Scholar an der Robert Morris University in Pittsburgh. Immer wieder ist sie für Arbeitstätigkeiten, Faculty Exchanges und Reisen in Europa, den USA, Kanada, Australien und Asien unterwegs. Ausserdem schreibt sie als Gastautorin Kolumnen für NZZjobs und ist Autorin des Buches «Miteinander verschieden sein – interkulturelle Kompetenz als Schlüssel zur global vernetzten Welt» (Versus Verlag, 2. Auflage) sowie des Spiels «Crazy Business Stories interkulturell».

Sind Sie unsicher, ob diese Weiterbildung zu Ihnen passt? Wir beraten Sie gerne: kostenlos und unverbindlich.

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Anmeldung

 

Lehrgangsleitung

Prof. Dr. Stefan Kammhuber, Leiter IKIK Institut für Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz
Dr. Christa Uehlinger, Dozentin für Interkulturelle Kommunikation und Intercultural Leadership

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen