Big Data und Broccoli

Im IBH-Lab KMUdigital wird die Digitalisierung auf die Herausforderungen des Mittelstands heruntergebrochen.

Im IBH-Lab KMUdigital wird die Digitalisierung auf die Herausforderungen des Mittelstands heruntergebrochen – und dabei manchmal sogar buchstäblich geerdet.

Der Begriff „Smart Farming“ weckt Assoziationen an autonom fahrende Mähdrescherflotten auf riesigen Weizenfeldern in Nordamerika. Dass es auch etwas kleiner geht, zeigt ein Feld in der Nähe von Sennwald im Rheintal, genauer: ein Teil dieses Feldes, auf dem der Schweizer Unternehmer Beni Dürr Broccoli anbaut. Exakt 2.876 Broccolis hat das Projekt DigiLand präzise erfasst, kartiert und auf ihrem Weg begleitet – von der Pflanzung bis zur Verarbeitung.

„Gerade für die eher kleinteilige Landwirtschaft rund um den Bodensee ist es wichtig, durch technologischen Vorsprung ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, erklärt Jürgen Prenzler, Leiter des Instituts für Entwicklung mechatronischer Systeme an der OST - Ostschweizer Fachhochschule in Buchs. „Wir wollen dazu beitragen, indem wir den Landwirten mit Hilfe von aufbereiteten Daten Entscheidungshilfen bieten“. Dazu kam etwa eine Drohne mit Spektralkamera zum Einsatz, die Informationen über das Wachstum jeder einzelnen Pflanze in Echtzeit aufs Smartphone überträgt. Eigens für das Projekt hat man ein Schneidmesser entwickelt, das Aufschluss über den Gesundheitszustand jeder Pflanze gibt. Der im Projekt entwickelte Prozess wird nun auch auf den Apfelanbau in der Bodenseeregion übertragen.

DigiLand ist eines der sechs Projekte des IBH-Labs KMUdigital, einem Kompetenznetzwerk für die kleinen und mittleren Unternehmen der Region. Es unterstützt die KMU in der Bodenseeregion dabei, die Digitalisierung erfolgreich zu meistern.

Die ersten Projekte sind abgeschlossen: Im Rahmen von i4production entstand eine Industrie 4.0-Musterfabrik, die bei ihrer international vernetzten Produktion auch auf so manche Hürde, etwa zollrechtlicher Art, stiess. Von solchen Erkenntnissen profitierte das Team von Digitale Agenda Bodensee wiederum, das die Themenbereiche Politik, Personal und Recht durchleuchtet hat. In einem Weissbuch haben die Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit der Praxis Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie man die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der KMU verbessern kann.

Beide Publikationen sind auf der Webseite des Labs als Download verfügbar, genau wie der Abschlussbericht des Projekts DigiNav. Der nutzenbasierte Digitalisierungsnavigator enthält in Form von Checklisten oder Fallbeispielen viele praktische Tipps für Unternehmen. Wie KMU Daten für ihre Wertschöpfungskette nutzen können, hat das Projekt Data4KMU thematisiert. Noch bis Ende 2020 widmet sich schliesslich das Projekt Digital Transformation Guide unter anderem den organisationalen Veränderungen in Unternehmen, die der digitale Wandel erfordert.

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Big Data und Broccoli

Im IBH-Lab KMUdigital wird die Digitalisierung auf die Herausforderungen des Mittelstands heruntergebrochen.

Im IBH-Lab KMUdigital wird die Digitalisierung auf die Herausforderungen des Mittelstands heruntergebrochen – und dabei manchmal sogar buchstäblich geerdet.

Der Begriff „Smart Farming“ weckt Assoziationen an autonom fahrende Mähdrescherflotten auf riesigen Weizenfeldern in Nordamerika. Dass es auch etwas kleiner geht, zeigt ein Feld in der Nähe von Sennwald im Rheintal, genauer: ein Teil dieses Feldes, auf dem der Schweizer Unternehmer Beni Dürr Broccoli anbaut. Exakt 2.876 Broccolis hat das Projekt DigiLand präzise erfasst, kartiert und auf ihrem Weg begleitet – von der Pflanzung bis zur Verarbeitung.

„Gerade für die eher kleinteilige Landwirtschaft rund um den Bodensee ist es wichtig, durch technologischen Vorsprung ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, erklärt Jürgen Prenzler, Leiter des Instituts für Entwicklung mechatronischer Systeme an der OST - Ostschweizer Fachhochschule in Buchs. „Wir wollen dazu beitragen, indem wir den Landwirten mit Hilfe von aufbereiteten Daten Entscheidungshilfen bieten“. Dazu kam etwa eine Drohne mit Spektralkamera zum Einsatz, die Informationen über das Wachstum jeder einzelnen Pflanze in Echtzeit aufs Smartphone überträgt. Eigens für das Projekt hat man ein Schneidmesser entwickelt, das Aufschluss über den Gesundheitszustand jeder Pflanze gibt. Der im Projekt entwickelte Prozess wird nun auch auf den Apfelanbau in der Bodenseeregion übertragen.

DigiLand ist eines der sechs Projekte des IBH-Labs KMUdigital, einem Kompetenznetzwerk für die kleinen und mittleren Unternehmen der Region. Es unterstützt die KMU in der Bodenseeregion dabei, die Digitalisierung erfolgreich zu meistern.

Die ersten Projekte sind abgeschlossen: Im Rahmen von i4production entstand eine Industrie 4.0-Musterfabrik, die bei ihrer international vernetzten Produktion auch auf so manche Hürde, etwa zollrechtlicher Art, stiess. Von solchen Erkenntnissen profitierte das Team von Digitale Agenda Bodensee wiederum, das die Themenbereiche Politik, Personal und Recht durchleuchtet hat. In einem Weissbuch haben die Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit der Praxis Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie man die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der KMU verbessern kann.

Beide Publikationen sind auf der Webseite des Labs als Download verfügbar, genau wie der Abschlussbericht des Projekts DigiNav. Der nutzenbasierte Digitalisierungsnavigator enthält in Form von Checklisten oder Fallbeispielen viele praktische Tipps für Unternehmen. Wie KMU Daten für ihre Wertschöpfungskette nutzen können, hat das Projekt Data4KMU thematisiert. Noch bis Ende 2020 widmet sich schliesslich das Projekt Digital Transformation Guide unter anderem den organisationalen Veränderungen in Unternehmen, die der digitale Wandel erfordert.