Forschungsprojekt
Versorgungsinfrastrukturen in ländlichen Räumen
Während das Versorfungsangebot in grösseren Städten meist sehr gut ist, spüren Gemeinden im ländlichn Raum oder am Rand von Agglomerationen, das Versorgungssicherheit ein relativer Begriff ist. Poststellen, Dorfläden und Bankfilialen schliessen. Eine attraktive ÖV-Anbindung fehlt.
In weniger dicht besiedelten Gebieten kosten Erbringungsleistungen für die Infrastrukturanbieter mehr als in Städten oder in den Kernen der Agglomerationen. Weil jeder Anbieter nur seine eigene Rentabilität bewertet, die Einwohner aber letztendlich alle Versorgungsinfrastrukturen brauchen, kommt es in der Summe zu einer schlechteren Versorgungsqualität. Den Gemeinden und Kantonen fehlten jedoch Frühwarn-Indikatoren, um diesem Phänomen mit genügend Vorlauf zu begegnen. Die heutige und zukünftige Versorgungsqualität abzubilden und differenzierte Handlungsansätze für verschiedene Typen von ländlichen Räumen aufzuzeigen, war Aufgabe des Forschungsprojektes "Künftige Versorgungsinfrastrukturen in ländlichen Räumen", das am IRAP Institut für Raumentwicklung durchgeführt wurde.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und den Kantonen Basel-Landschaft, Glarus, Graubünden, Solothurn, St.Gallen und Thurgau untersuchte das IRAP, mit welcher Versorgungsentwicklung die Kantone in ihren ländlichen Regionen rechnen müssen. Unter der Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung wurde mittels Szenarien aufgezeigt, ob und wo künftig Versorgungsengpässe entstehen können.
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Forschungsbericht Versorgungsqualität
Werkzeugkasten Versorgungsqualität
Projektteam
Prof. Dirk Engelke
Martin Schlatter
Patricia Nigg
Kalin Müller
Roman Seiler
Laufzeit: 01.01.2015 - 31.12.2016
Projektfinanzierung:
Hochschule für Technik Rapperswil, Bundesamt für Raumentwicklung, Kanton Basellandschaft, Kanton Glarus, Kanton Graubünden, Kanton Solothurn, Kanton St.Gallen, Kanton Thurgau


