Forschungsprojekt

StePLife - Stationäre Erziehungshilfen im persönlichen Leben

Jugendliche in stationären Erziehungshilfen werden heutzutage vermehrt als Akteur*innen ihres persönlichen Lebens verstanden. Die vierjährige Längsschnittstudie «Stationäre Erziehungshilfe im persönlichen Leben» (StePLife) setzt hier an und untersucht Veränderungen des persönlichen Lebens von jungen Menschen (12-17 Jahren), die in den stationären Erziehungshilfen in der Schweiz platziert sind.

Als persönliches Leben (Smart 2007) wird in diesem Projekt ein Zusammenhang von sozialen Beziehungen und Wohnorten verstanden, in dem ein Gefühl von Identität, Zugehörigkeit und Verbundenheit durch eine Person hergestellt wird. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, wie junge Menschen durch die stationären Erziehungshilfen ihr persönliches Leben in Bezug auf die beiden Dimensionen soziale Beziehungen und Wohnorte verändern. In der Studie StePLife werden diese relevanten Dimensionen des persönlichen Lebens erstmals in den Mittelpunkt gerückt und dabei die Relationierung der sozialen Beziehungen und der Wohnorte in den stationären Erziehungshilfen mit denen ausserhalb untersucht. Ergebnisse des Projekts versprechen Hinweise für die professionelle Gestaltung der Hilfeform, da sie die Blackbox der Veränderungsprozesse selbst und nicht nur die erwünschte Wirkung in den Blick nimmt. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um stationäre Erziehungshilfen so weiter zu entwickeln, dass sie dieser Komplexität des persönlichen Lebens Rechnung tragen können.

Projektfinanzierung: Schweizerischer Nationalfonds SNF

Laufzeit: 01.04.2021 - 31.03.2025

Kooperation: Fachhochschule Nordwestschweiz