Vertiefung im Wirtschaftsingenieurwesen: Value Chain Networks

Auf der breiten Ausbildungsbasis des Wirtschaftsingenieurwesens wird in der Vertiefungsrichtung «Value Chain Networks» ein tiefes Verständnis für die Erfolgsfaktoren von Firmen und Wertschöpfungsketten erarbeitet.

Anhand von Fallstudien, Teamarbeit, Präsentationen und Fachdiskussionen erarbeiten sich die Studierenden ein umfassendes Wissen darüber, wie Wertschöpfungsnetzwerke der Zukunft – von der Beschaffung über die Produktion bis zum Vertrieb – gestaltet werden müssen, damit ein nachhaltiger Mehrwert für die Kundinnen und Kunden entsteht und der Erfolg des Unternehmens gesichert wird.

Was sind «Value Chain Networks»?

In der heutigen globalen Welt stehen nicht mehr nur einzelne Firmen miteinander im Wettbewerb, sondern es sind diejenigen Firmen im Vorteil, die sich auf ein funktionierendes Netzwerk verlassen können. Im Grundstudium des Wirtschaftsingenieurwesens lernen die Studierenden, wie «Supply Chains» effizient und effektiv gestaltet werden, um Produkte zu erstellen und Kundenwünsche zu erfüllen.

In der Vertiefung «Value Chain Networks» geht es um die Frage, wie globale Wertschöpfungsketten gestaltet und genutzt werden, um zum Gesamterfolg eines Unternehmens beizutragen. Um dies herauszufinden, werden Wertetreiber identifiziert, Geschäftsmodelle hinterfragt und Kundenwünsche analysiert. Der Gesamterfolg misst sich in Kennzahlen, die erhoben und beobachtet werden müssen, Kostenbetrachtungen werden Leistungsmerkmalen gegenübergestellt.

Die Gestaltung der Value Chains der Zukunft  wird massiv beeinflusst durch neue Technologien, die im Rahmen der Vertiefung umfassend kennengelernt werden.  Additive Manufacturing ermöglicht dezentrale Wertschöpfung. Um Vorteile und Möglichkeiten dieser neuen Technologie zu erfahren, werden verschiedene 3D-Druck-Verfahren erläutert und im TechPark der OST eigene Produkte hergestellt.

Die Transformation eines Unternehmens hin zu einem zentralen Knoten in wettbewerbsfähigen Value Chains erfordert Wissen um Risiken und deren Beherrschung, Flexibilität und Resilienz der Prozesse sowie gutes Management aller Akteure. Der Aufbau dieser Kompetenzen gehört ebenfalls in die Vertiefungsrichtung «Value Chain Networks».

Absolventinnen und Absolventen der Vertiefungsrichtung «Value Chain Networks» arbeiten in Funktionen, die mit der Gestaltung, Optimierung aber auch operativen Abwicklung entlang der Supply Chain betraut sind. Dies kann sich auf Industrie- und Handelsunternehmen, Logistikdienstleister, Managementberatungs- sowie IT-Beratungsunternehmen beziehen. Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, in Berufsfeldern wie z.B. Logistics Manager, SC-Data Analyst, Transformation Manager und Prozessmanager tätig zu sein.

Das umfassende Verständnis von «Werten», die geschaffen werden, befähigt die Absolventinnen und Absolventen unter Berücksichtigung der aktuellen technologischen Entwicklungen, sowohl intralogistische Managementaufgaben zu lösen als auch nationale und internationale Lieferketten und Wertschöpfungsnetze ganzheitlich zu analysieren und zu optimieren.

Basisstudium des Wirtschaftsingenieurwesens

mit folgenden Grundlagenfächern:

  • Technische Mechanik
  • Werkstoffe
  • Maschinenbau und Konstruktion
  • Logistik und Supply Chain Management

siehe Wirtschaftsingenieurwesen

Vertiefungsfächer

  • Value Chain Networks
  • Additive Manufacturing

Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen (180 ECTS) mit Zusatzzertifikat «Value Chain Networks»