Neue Demenz-Studie – Wenn Vergessen den Alltag bestimmt

Alltag von Menschen mit Demenz wird erstmals untersucht

Wie erleben Menschen mit Demenz ihren Alltag ohne Betreuung und Begegnungen? Eine neu angelegte Studie des Instituts für Angewandte Pflegewissenschaft und dem Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule will Antworten auf diese Frage finden.

In der Schweiz leben nach Schätzungen von Alzheimer Schweiz 147'000 Menschen mit Demenz. Jedes Jahr kommen 31'000 Neuerkrankungen hinzu. Zu einem grossen Teil sind Menschen mit Demenz bereits im fortgeschrittenen Alter. Viele sind auf Pflege und Betreuung angewiesen. «Dabei weiss man: Menschen mit Demenz verbringen den Grossteil des Tages ohne Betreuung und ohne Begegnungen mit anderen Menschen – meist auch ohne Aktivität», sagt Thomas Beer, Professor am Departement Gesundheit der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Dies sei durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegt. «Es gibt bis jetzt aber keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Menschen mit Demenz diesen betreuungs- und begegnungsfreien Alltag gestalten.»

Auf solche Fragen wollen das Institut für Angewandte Pflegewissenschaft und das Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule Antworten finden und damit einen Beitrag zur Sichtbarmachung der Lebenswelten von Menschen mit Demenz leisten. Befragt und beobachtet werden die betroffenen Menschen von einem interdisziplinär zusammengesetzten Forschungsteam. Aber auch die Perspektive von rund 400 Angehörigen und Pflegenden soll erfasst werden. Um Vergleiche zu ermöglichen, wird die Untersuchung mit Forschungspartnern in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt. 

Die Studie wird während drei Jahren vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Mitbeteiligt sind die Universität Genf, die Hochschule Fulda und die Hochschule Furtwangen.

Mehr Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.

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Neue Demenz-Studie – Wenn Vergessen den Alltag bestimmt

Alltag von Menschen mit Demenz wird erstmals untersucht

Wie erleben Menschen mit Demenz ihren Alltag ohne Betreuung und Begegnungen? Eine neu angelegte Studie des Instituts für Angewandte Pflegewissenschaft und dem Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule will Antworten auf diese Frage finden.

In der Schweiz leben nach Schätzungen von Alzheimer Schweiz 147'000 Menschen mit Demenz. Jedes Jahr kommen 31'000 Neuerkrankungen hinzu. Zu einem grossen Teil sind Menschen mit Demenz bereits im fortgeschrittenen Alter. Viele sind auf Pflege und Betreuung angewiesen. «Dabei weiss man: Menschen mit Demenz verbringen den Grossteil des Tages ohne Betreuung und ohne Begegnungen mit anderen Menschen – meist auch ohne Aktivität», sagt Thomas Beer, Professor am Departement Gesundheit der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Dies sei durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegt. «Es gibt bis jetzt aber keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie Menschen mit Demenz diesen betreuungs- und begegnungsfreien Alltag gestalten.»

Auf solche Fragen wollen das Institut für Angewandte Pflegewissenschaft und das Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule Antworten finden und damit einen Beitrag zur Sichtbarmachung der Lebenswelten von Menschen mit Demenz leisten. Befragt und beobachtet werden die betroffenen Menschen von einem interdisziplinär zusammengesetzten Forschungsteam. Aber auch die Perspektive von rund 400 Angehörigen und Pflegenden soll erfasst werden. Um Vergleiche zu ermöglichen, wird die Untersuchung mit Forschungspartnern in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt. 

Die Studie wird während drei Jahren vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Mitbeteiligt sind die Universität Genf, die Hochschule Fulda und die Hochschule Furtwangen.

Mehr Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.